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Holsteinischer Courier

16. August 2017 | 23:51 Uhr

Stadion : Stadt hofft auf Geld vom Bund

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Möglicherweise gibt es Zuschüsse für die geplante Schwimmhalle und den neuen Kunstrasenplatz.

Neumünster | Ein neues Investitionsprogramm des Bundes für die „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ könnte der Stadt unverhofft Geld in die leere Kasse spülen. Sie hat mit dem geplanten 11,4 Millionen Euro teuren Schwimmhallen-Neubau und dem Kunstrasenplatz im Städtischen Stadion (inklusive Flutlichtanlage 645  000 Euro) zwei Projekte angemeldet.

Ob Neumünster mit diesen beiden Vorhaben zum Zuge kommt, ist aber fraglich. Als „Not leidende Kommune“ ist sogar eine Förderquote von 90 Prozent drin, aber das gesamte Programm sieht für ganz Deutschland bis zum Jahr 2018 nur insgesamt 140 Millionen Euro vor. „Wir schmeißen unseren Hut einfach mal in den Ring“, sagte Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth als zuständiger Dezernent für den Schul- und Vereinssport.

„Man darf die Chance nicht liegen lassen“, sagte Sönke Winter, Leiter der Abteilung Schule und Sport bei der Verwaltung. Eine Förderzusage des Bundes für den Schwimmhallenbau der Stadtwerke würde „Verhandlungen über einen Nachlass auf die Bahnenentgelte für das Schulschwimmen auslösen“, heißt es in den Unterlagen, über die gleich mehrere Ausschüsse beraten und dann die Ratsversammlung am 17. November entscheiden sollen.

Auch das zweite Projekt, ein neuer Kunstrasenplatz im Städtischen Stadion, ist ein zentraler Baustein der Sportentwicklung. Hier hat laut Eggert Rohwer, Geschäftsführer des Kreissportverbands, die Verwaltung zurzeit den Ball in ihrem Spielfeld. „Wir führen Gespräche, um ein Gesamtnutzungskonzept für die Vereine rund um den Stadtwald zu erstellen“, sagte Sönke Winter.

Einer dieser Vereine ist der MTSV Olympia am Forstweg. Der Vorsitzende Horst Pohl verfolgt die Diskussion mit Interesse. „Im Augenblick gehen wir davon aus, dass wir unseren A-Platz wohl abgeben müssen und dann bevorzugt das Städtische Stadion nutzen“, sagte Pohl: „Ich weiß aber nicht, was wird und ob das noch in meiner Amtszeit geschieht.“

Es gibt im Haushalt einen Titel für den Kunstrasenplatz. Doch die für 2015 eingeplanten 550  000 Euro für den Platz und die 95  000 Euro für die Flutlichtanlage sind mit einem Sperrvermerk versehen. „Der entfällt auch nicht, wenn der Bund Fördermittel zuschießt“, sagte Winter. Freigeben muss die Mittel der Schul-, Kultur- und Sportausschuss. Dessen Vorsitzender Bernd Delfs (SPD) hält den Kunstrasenplatz für „absolut notwendig“ und wäre froh, „wenn wir überhaupt etwas bekommen. Kalkuliert wurde ohne Zuschüsse.“

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erstellt am 29.Okt.2015 | 08:30 Uhr

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