Dodenhof : Stadt hält sich den Klageweg offen

Olaf  Tauras
Olaf Tauras

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras legt vorsorglich Widerspruch gegen die geplante Erweiterung des Möbelhauses in Kaltenkirchen ein.

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05. April 2014, 07:00 Uhr

Im Streit um die Erweiterung des Möbelhauses Dodenhof in Kaltenkirchen will die Stadt noch nicht klein beigeben. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras will heute förmlich Widerspruch gegen die Genehmigung durch das Land einlegen – vorsorglich, um der Stadt den Klageweg offen zu halten.

Nach monatelangem Tauziehen hatte das Land den Kaltenkirchenern eine Sondergenehmigung zur Erweiterung um 6500 Quadratmetern Verkaufsfläche erteilt – zum Ärger der Stadt, die dadurch die Richtlinien der Landesplanung durchlöchert sieht. „Wie soll ich einem Einzelhändler in Neumünster erklären, dass er sich an das Einzelhandelskonzept halten muss, wenn selbst das Land sich nicht an die Landesplanung hält?“, fragte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras im Bauausschuss und erneuerte seine Kritik. Gleichwohl riet er wegen der hohen Kosten und dem ungewissen Ausgang von einer Klage gegen die Entscheidung ab. Wegen der weitreichenden Bedeutung wolle er aber die Meinung der Politik einholen, sagte Tauras.

Dessen Mehrheit folgte der Argumentation des Verwaltungschefs und lehnte einen Antrag der CDU ab, dem OB die Klage zu empfehlen. Die Stadt müsse ein klares Signal setzen, dass sie weitere Erweiterungen Dodenhofs jenseits der zulässigen Grenzen, nicht einfach hinnehmen werde, hatte Helga Bühse (CDU) ihren Antrag begründet. Da noch offen ist, ob die CDU ihren Antrag in der Ratsversammlung wiederholt, die Frist zur Klage bis dahin aber verstrichen wäre, kündigte der OB „fristbewahrenden Widerspruch“ gegen die Sondergenehmigung das Landes an.

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