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Alte Feuerwache : Stadt fordert neue Bauanträge

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Unterlagen der Wobau waren laut Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras unvollständig. Es gab „Kommunikationsprobleme auf beiden Seiten“.

Neumünster | Den Ärger der Wobau mit dem Denkmalschutz beim Umbau der alten Feuerwache an der Wittorfer Straße macht Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras nun zur Chefsache: „Es gab Kommunikationsprobleme auf beiden Seiten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Projekt zügig erfolgreich weitergehen kann, denn die Stadt hat ein Interesse daran, dieses Kleinod zu beleben“, sagte der Verwaltungschef gestern zum Courier. Die Stadt fordert von der Wobau dafür aber einen neuen Bau- und Denkmalschutzantrag. „In den bisherigen Papieren fehlten einige Dinge oder waren nicht schlüssig“, sagte Tauras.

Wegen unterschiedlicher Auffassungen beim Denkmalschutz ruht der Umbau der ehemaligen Feuer- und Rettungswache zu exklusiven Miet- und Eigentumswohnungen derzeit weitgehend (der Courier berichtete). „Es gab schon einige bauliche Veränderungen, die so nicht hätten passieren dürfen. Deshalb haben wir erstmal einen Baustopp ausgesprochen“, erklärte Tauras. Auch die obere Denkmalschutzbehörde beim Land sei in den weiteren Prozess eingeschaltet.

Die Bauaufsicht und die einzige Denkmalschutzbeauftragte der Stadt, Christiane Wilbrandt, nimmt der Verwaltungschef ausdrücklich in Schutz. Alle hätten korrekt gearbeitet. „Frau Wilbrandt war sogar mehrmals auf der Baustelle, um sich vor Ort umzusehen.“ Die Umgestaltung der mehr als 100 Jahre alten Gebäude mit dem Schlauchturm sei eine komplizierte Aufgabe, die Zeit koste. „Es gibt auch eine Mängelliste, die jetzt abgearbeitet werden muss“, sagte Tauras.

Die neuen Anträge der Wobau sollen seinen Angaben zufolge im September vorliegen. „Wenn sie vollständig sind, kann es recht schnell gehen. Das Projekt hat hohe Priorität“, versichert er.

Wobau-Chef Uwe Honsberg hatte in der vergangenen Woche das „schleppende Tempo, mit dem die Bauverwaltung arbeitet“, kritisiert. Tauras räumte gestern ein, dass Anträge gerade in Urlaubszeiten auch mal länger liegen bleiben könnten. Grundsätzlich aber laufe die Arbeit der Behörden reibungslos und schnell.

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erstellt am 20.Aug.2015 | 09:00 Uhr

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