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Immobilien : Stadt bleibt ein attraktiver Markt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kaufpreise und Mieten sind gestiegen, aber noch bezahlbar.

Die Stadt kann nicht nur mit einer guten Verkehrsanbindung punkten. „Die grüne Umgebung, eine dynamische Wirtschaft, ein gutes Kulturangebot und das noch günstige Preisniveau auf dem Immobilienmarkt machen Neumünster sehr attraktiv“, sagt Cornelia Herrmann, Regionalleiterin bei Planet-Home. Das Immobilienportal legte gestern aktuelle Zahlen und Daten zum Immobilienmarkt vor.

Und der zeichne sich sich durch eine „langfristig stabile Wohnungsnachfrage und ein in den letzten Jahren gestiegenes Preisniveau aus“, sagt Cornelia Herrmann und nennt das „vor allem für Immobilienverkäufer interessant“.

Der alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Bulwiengesa erstellte Report bescheinigt Neumünster eine „langfristig stabile Wohnungsnachfrage durch konstante Haushaltszahlen“. So habe die Stadt durch Wanderungszuwächse seit 2011 jedes Jahr im Schnitt 400 Einwohner hinzugewonnen.

Als positiv bewertet die Analyse, dass das Preisniveau am Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren gestiegen sei, für Selbstnutzer aber, bezogen auf die verfügbaren Einkommen, noch immer vergleichsweise günstig sei. Kapitalanleger schätzten an Neumünster die „positive Wertentwicklung und gute Vermietbarkeit von Wohnungen“.

Im Mietsegment liegen die Neubaumieten bei durchschnittlich 7,50 Euro pro Quadratmeter; in guten Lagen seien bis zu 9,40 Euro
realistisch. Bestandsmieten belaufen sich auf durchschnittlich 6,50 Euro pro Quadratmeter und erreichen in der Spitze mittlerweile 7,50 Euro. Damit seien die Mieten seit 2005 bei Neubauten um 29 Prozent, bei bestehenden Gebäuden sogar um 33 Prozent gestiegen.

Die Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen machten den größten Preissprung. Sie liegen im Schnitt bei 2200 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Das ist gegenüber 2005 ein Plus von 47 Prozent. Im Spitzensegment stiegen die Preise im genannten Zeitraum sogar um 65 Prozent. Hier müssen Käufer inzwischen mit 2800 Euro je Quadratmeter rechnen.

Deutlich geringer sind die Preissteigerungen bei älteren Eigentumswohnungen. Die Quadratmeter-Kaufpreise liegen hier im Durchschnitt bei 1300 Euro, im Maximum bei 1600 Euro. Seit 2005 ist das ein Plus von 24 beziehungsweise 28 Prozent.

Im Eigenheimsegment müssen für ein Reihenhaus durchschnittlich 130  000 Euro, für ein freistehendes Einfamilienhaus 220  000 Euro bezahlt werden. Die Steigerungsraten seit 2005 liegen zwischen 8 bis 24 Prozent bei Reihenhäusern bis hin zu 35 Prozent bei Einfamilienhausgrundstücken. Hier ermittelte Planet-Home eine Spanne von 90 bis 140 Euro je Quadratmeter. Im Mittel waren es 115 Euro.

Trotz dieser Steigerungen ist es in Neumünster immer noch günstiger als in vergleichbaren Städten, Wohneigentum zu erwerben. So musste ein Käufer in Neumünster etwa das 4,6-fache des jährlich verfügbaren Einkommens investieren, um sich den Traum vom eigenen Heim zu erfüllen. In vergleichbaren Städten musste das 5,7-fache eingesetzt werden.

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erstellt am 09.Aug.2017 | 08:00 Uhr

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