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Ratsversammlung : Stadt bereitet Aufnahme der Flüchtlinge vor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rat will Wohnraumversorgung nach außen vergeben.

Neumünster | Die Ratsversammlung hat gestern erste Pflöcke zur Versorgung der Flüchtlinge eingeschlagen, die Neumünster voraussichtlich ab diesem Herbst aufnehmen muss.

Ein wichtiger Punkt: Nicht wie bislang geplant die Stadt selbst, sondern ein erfahrenes Wohnungsunternehmen soll die Mammutaufgabe wuppen, die Flüchtlinge mit angemessenem Wohnraum zu versorgen.

Nach einstimmigem Beschluss soll die Verwaltung mit der Wobau über eine Übertragung der Aufgabe verhandeln oder – falls das zu keinem Ergebnis führt – ein entsprechendes Interessenbekundungsverfahren einleiten. Auch andere Unternehmen könnten sich dann um die Aufgabe bewerben.

„Wir sollten das Wohnungsmanagement bei denjenigen ansiedeln, die das schon immer gemacht haben“, warb Volker Andresen für den SPD-Vorschlag und warnte vor der Alternative: Bei der Stadt müsse das Fachpersonal dafür erst noch gefunden, eingestellt und eingearbeitet werden – „möglicherweise mit fachlicher Beratung der Wobau“, sagte Andresen: „Das können wir einfacher haben.“

Ähnlich sahen das die anderen Fraktionen. Auf Wunsch der CDU wurde die SPD-Initiative zu einem Prüfauftrag abgeschwächt. Peter Cleve (BFB) setzte durch, dass bei der Prüfung einer externen Vergabe die Kosten vergleichend gegenübergestellt werden. Das Wohnungsmanagement soll zunächst für maximal 5 Jahre vergeben werden. Die drei zusätzlichen Stellen, die der OB für diese Aufgabe schaffen wollte, werden wieder kassiert.

Um die Integration der Flüchtlinge zu erleichtern, will der Rat jedem Flüchtling einen Deutschkursus spendieren. Die VHS soll dabei die Koordination der verschiedenen Angebote übernehmen, in die sich auch Freiwillige einbringen können. Auch dieser Vorschlag wurde im Rat einstimmig angenommen. Die Stadt rechnet erstmals ab Oktober mit bis zu 350 Flüchtlingen, die bis Jahresende in der Stadt untergebracht und integriert werden müssen.

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erstellt am 17.Feb.2016 | 07:15 Uhr

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