Erstochener Hund Hannibal : Staatsanwalt lässt toten Hund exhumieren

Der Weimaraner-Rüde Hannibal wurde am Freitag erstochen. Foto: privat
Der Weimaraner-Rüde Hannibal wurde am Freitag erstochen. Foto: privat

Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall des erstochenen Hundes Hannibal. Die Familie aus Neumünster hatte den Rüden schon beerdigt - jetzt lässt die Behörde ihn exhumieren.

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20. Dezember 2012, 11:05 Uhr

Neumünster | Jetzt hat sich auch die Kieler Staatsanwaltschaft in den Fall des getöteten Hundes Hannibal eingeschaltet. Sie hat das Tier, das die Familie bereits beerdigt hatte, exhumieren lassen. Es soll in der Gerichtsmedizin untersucht werden. Auch die Röntgenbilder der behandelnden Tierärztin hat sie angefordert.
Der Weimaraner-Rüde Hannibal (3) wurde am vergangenen Freitag am Ufer des Einfelder Sees mit einem Messer (15 bis 20 Zentimeter Klingenlänge) erstochen. Die Polizei ermittelte einen Mann (51), der einen Streit mit der Mutter des Hundehalters um die Leinenpflicht einräumt, aber den Einsatz eines Messers bestreitet.

"Der Vorfall ist unglaublich"

Nach Informationen des sh:z hat der tatverdächtige Neumünsteraner einen Jagdschein und dürfte auch Jagdwaffen führen. Mitglied der Kreisjägerschaft Neumünster ist er aber offenbar nicht. "Der Mann ist uns unbekannt", sagte Kreisjägermeister Dirk Jacobsen auf Courier-Anfrage. Von einer Tat wie der am See distanziere sich die Jägerschaft ganz deutlich. "Ein solches Messer hat man doch gar nicht mit sich herumzutragen. Dieser Vorfall ist unglaublich", so Jacobsen.
Der Einfelder Unternehmer und Hundefreund Karl-Heinz Mengelberg sorgt sich derweil um die Sicherheit der Hunde am Einfelder See. "Es soll einen weiteren Mann geben, der Hundebesitzer bedrohte. Einmal soll er jemanden sogar bis zu dessen Haustür verfolgt haben", sagt Mengelberg. Nach Auskunft der Polizei gibt es aber keine Hinweise, dass man als Hundehalter am See nicht sicher ist.

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