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Sportentwicklungsplan : Sportplanung im Kreis Rendsburg: Bürger können mitreden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fragebogen werden per Post verschickt.

von
erstellt am 03.Feb.2014 | 14:00 Uhr

Dietrich Sendtko wirft einen provokanten Gedanken in den Raum. „Brauchen wir heute wirklich noch zwei so große Stadien mit einer Leichtathletikanlage wie in Büdelsdorf und am Rendsburger Nobiskrug auf engstem Raum?“, fragt der zweite Vorsitzende des Kreissportverbandes Rendsburg-Eckernförde. Eine Antwort darauf soll ein Sportentwicklungsplan geben, den der KSV aktuell in Kooperation mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde ausarbeitet.

Um auf die Veränderungen innerhalb der Gesellschaft, die sich nicht zuletzt auch im Sport- und Freizeitverhalten niederschlagen, und den demografischen Wandel eingehen zu können, hat der KSV im vergangenen Jahren das Thema Sportentwicklung stark forciert. Die Untersuchung wird durch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unter der Leitung von Professor Dr. Jens Flatau vom Institut für Sportwissenschaften begleitet. „Das Ziel ist eine optimale Sportversorgung der Bevölkerung in der Zukunft. Um den Erwartungen der in den Vereinen Sport treibenden Menschen gerecht zu werden, bedarf es einer effizienten, bedarfsgerechten Koordination personeller, organisatorischer und insbesondere baulicher Ressourcen“, erklärt Flatau. Daher wird in einer Bedarfsanalyse die momentane Situation im Kreis erfasst. Neben den Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung werden beispielsweise mit den Schülerzahlen, der Anzahl, dem Zustand und der Belegung von Sportanlagen weitere wichtige Daten gesammelt und ausgewertet. Für die Bedarfsanalyse wird der Dialog mit den Bürgern gesucht. Seit vergangenem Montag werden mehr als 3500 zufällig ausgewählte Haushalte im Kreis angeschrieben, die anonym detaillierte Fragen unter anderem zu Sportaktivitäten, zum Sportangebot, zum organisatorischen Rahmen, zur Sportinfrastruktur und vielem mehr beantworten sollen. Parallel dazu sind die Sportvereine des Kreises dazu aufgefordert, online Angaben über Mitglieder- und Angebotssituation zu machen sowie über Ziele und Probleme zu berichten. Der Zeitraum beider Befragungen umfasst sechs Wochen. „Leider ist es beim Versand der Fragebögen zu einer Panne gekommen. Teilweise liegt das offizielle Anschreiben nicht bei, teilweise der Fragebogen nicht. Da seitens der Druckerei die fehlerhaften Sendungen nicht ermittelt werden können, werden alle Haushalte erneut angeschrieben“, berichtet Michael Polzin von der Geschäftsstelle des KSV.

Dr. Thomas Liebsch-Dörschner wünscht sich einen regen Rücklauf. „Wir benötigen die Hilfe der Bevölkerung und der Vereine. Je mehr mitmachen, desto besser können wir auf die Entwicklungen reagieren. Die Bürgen haben die Möglichkeit, ihre Zukunft aktiv zu gestalten“, betont der 1. Vorsitzende des KSV.

Die Ergebnisse werden Mitte 2014 erwartet.

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