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Boostedt : Sportler können die Halle bald wieder nutzen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Land mietet die Sporthalle auf dem ehemaligen Kasernengelände an.

Boostedt | Über Jahre nutzte der Boostedter Sportverein die Sporthalle in der ehemaligen Rantzau-Kaserne für zahlreiche Trainingsstunden. Doch seit Oktober ist die Halle geschlossen, die nach Abzug der Bundeswehr in die Verwaltung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) überging. Es fehlte an einer Einigung zwischen dem Land, der Bundeswehr und der Bima zur Anmietung der Halle (der Courier berichtete). Nun sollen die Sportler die Halle wieder nutzen dürfen. Ab wann, ist noch unklar.

Am Mittwoch konnte Bürgermeister Hartmut König (CDU) nun vermelden, dass es ihm gelungen sei, Innenminister Stefan Studt (SPD) davon zu überzeugen, im zuständigen Finanzministerium noch einmal ordentlich Druck in dieser Sache zu machen. „Es war ein nerviges Hin und Her. Aber es hat sich gelohnt, am Ball zu bleiben, denn die Sporthalle wird dem SV Boostedt in Kürze wieder zur Verfügung stehen“, erklärte er.

Das Land habe mit dem Dienstleistungszentrum der Bundeswehr bereits einen Vertrag ausgehandelt. „Die Modalitäten der Untervermietung an den Sportverein und das Landesamt für Ausländerangelegenheiten für eine Nutzung durch das DRK werden zurzeit im Ministerium ausgearbeitet. Wann genau der Betrieb starten kann, steht allerdings noch nicht fest“, berichtete er.

Dass dies jetzt nicht wieder Monate dauern möge, hoffte insbesondere der Vorsitzende des SV, Peter Blumenröther. „Zurzeit fahren die Jugendfußballer zum Training nach Bad Bramstedt und die 1. Herrenmannschaft muss sich für teures Geld in der Neumünsteraner Stefan-Schnoor-Halle einmieten. Doch das sind natürlich keine Dauerlösungen. Wir brauchen die Halle dringend. Deshalb wäre es gut, wenn sich das Ministerium so schnell wie möglich rührt“, erklärte er. Wenn dann alles unter Dach und Fach sei, werde der Verein auch seine zusätzlichen Angebote für die Flüchtlinge wieder aufnehmen, so Blumenröther.

Ebenfalls schon voller Tatendrang äußerten sich die DRK-Leiterin der Erstaufnahmestelle, Maria von Glischinski und ihre Mitarbeiter Kathrin Hofmann und Kolja Hollstein. Die beiden Sportwissenschaftler wollen zukünftig neben Angeboten für Jugendliche spezielle Programme wie zum Beispiel Cardiotraining und Fitnesskurse anbieten. „Wir haben viele Ideen, die wir umsetzen möchten. Ich freue mich riesig, dass das jetzt endlich möglich wird“, erklärte Glischinski, die die aktuelle Zahl der Bewohner mit rund 730 Personen benannte.  



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