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Kreissportverband : „Sportkonsoli“ stößt auf Gegenwind

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fünf Vereine kündigen Alternativantrag für KSV-Verbandstag an

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 09:00 Uhr

Neumünster | Der vom Vorstand des Kreissportverbands vorgeschlagene „Sportkonsoli“ stößt beim außerordentlichen Verbandstag heute im Sportheim des SC Gut Heil auf Gegenwind. Per Dringlichkeitsantrag wollen die fünf Vereine SV Tungendorf, Polizei-SV Union, TS Einfeld, FC Torpedo und FT Neumünster erreichen, dass auch über eine Alternative abgestimmt wird.

Sie plädieren für eine Kürzung der Investitionsförderung, um die von der Stadt geforderte  Einsparsumme von 100000 Euro zu erreichen.  Der  KSV-Vorstand hatte dagegen einen jährlichen Zusatzbeitrag von 1 Euro je jugendlichem und 2 Euro je erwachsenem Vereinsmitglied vorgeschlagen (der Courier berichtete).

Das klinge zunächst solidarisch, heißt es in der Begründung der Gegner des Sportkonsolidierungsbeitrags. Allerdings würden Vereine, die auch Schwimmsport anbieten, so gleich zweifach belastet. Der KSV-Vorschlag beinhaltet als Sparbeitrag nämlich auch eine Erhöhung des Eigenanteils der Vereine bei der Nutzung des Bades am Stadtwald. Ein Viertel der KSV-Vereine erhalte gar keine Zuwendungen der Stadt, argumentieren die Gegner des „Sportkonsolis“. Diese Vereine würden trotzdem am Sparkurs beteiligt. Das sei aus Gründen der sportlichen Fairness nicht gerecht. Eine Kürzung der Zuschüsse für zum Beispiel den Kauf eines Rasenmähers oder für einen Anbau würde dagegen fast nur die besitzenden und investierenden Vereine belasten.

Damit der Antrag überhaupt behandelt werden kann, müssen auf dem Verbandstag zwei Drittel der anwesenden Delegierten die Dringlichkeit befürworten. „Wir sehen gute Chancen dafür, sodass es die Alternative zwischen  zwei Möglichkeiten gibt“, sagte Christoph Blöh, der Vorstandsvorsitzende des SV Tungendorf.

Die KSV-Vorsitzende Ute Freund setzt dagegen auf Einmütigkeit. Der KSV-Vorstand wolle sich noch am Donnerstagabend „mit möglichst vielen Vereinen treffen, um ein gemeinsames Vorgehen auf den Weg zu bringen“, sagte sie gestern zum Courier.

Die SPD-Rathausfraktion steht hinter der Position des KSV-Vorstands. Durch den „Sportkonsoli“, der für alle ein großer Kraftakt sei, würden alle Vereine entsprechend ihrer Größe beteiligt. Darüber hinaus schlägt die SPD einen „Sportinvestitionsfonds“ vor. In ihn sollten anteilig Erlöse fließen, die durch den Verkauf eventuell freiwerdender ehemaliger Sportstätten erzielt werden. Mit diesem Geld könnten dann zusätzliche Investitionen für die Vereine finanziert werden.
 

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