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Kreissportverband : „Sportkonsoli“ soll die Hallengebühren verhindern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

KSV will Notopfer von den Vereinen. Außerordentlicher Verbandstag tagt am Freitag beim SC Gut Heil

von
erstellt am 07.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Neumünster | Am Freitag, 10. Oktober, lädt der Kreissportverband seine 58 Mitgliedsvereine zu einem außerordentlichen Verbandstag ins Vereinsheim des SC Gut Heil an die Schillerstraße. Die 110 Delegierten müssen über ein heißes Eisen entscheiden: Der KSV-Vorstand möchte sich das Votum für einen „Sportkonsoli“ als Beitrag des organisierten Sports zur Haushaltskonsolidierung der Stadt holen.

Und der „Sportkonsoli“ hat es in sich: Der Zusatzbeitrag von 1 Euro für Jugendliche und 2 Euro für Erwachsene ist vier Mal so hoch wie der aktuelle jährliche KSV-Verbandsbeitrag von 25 Cent für Jugendliche und 50 Cent für Erwachsene. Außerdem soll der Eigenanteil der Schwimmvereine für die Nutzung des Bads am Stadtwald von bisher 20 auf 25 Prozent steigen.

Das Sportkonsolidierungsopfer, das gut 30 000 Euro einbringen soll, wird im Antrag des KSV-Vorstands „als beste unter den schlechten Möglichkeiten“ bezeichnet. Hintergrund: Der Vertrag zwischen Stadt und KSV über die Sportförderung läuft zum Jahresende aus. Im Gegenzug für eine Verlängerung um vier Jahre bis 2018 bestehen Politik und Verwaltung auf einem Konsolidierungsbeitrag des Sports von 100 000 Euro jährlich. Der Kreissportverband hatte die Einsparpotenziale auf etwa 65 000 Euro beziffert – und auch das sei nur „mit großen Mühen“ machbar.

Nach der schon 2010 geschlossenen und jetzt auslaufenden Vereinbarung hätte der Sparbeitrag des Sports sogar bei 380 000 Euro pro Jahr liegen sollen. Das kann entweder durch die Kürzung von städtischen Zuschüssen oder durch die Erhebung von Gebühren, zum Beispiel für die Nutzung der Schulsporthallen, passieren.

„Die Stadt hat erkannt, dass der Sport das nicht erbringen kann und daran kaputt gehen würde“, sagt die KSV-Vorsitzende Ute Freund. Sie begrüßt, dass die Themen Haushaltskonsolidierung und Sportentwicklungsplanung inzwischen getrennt betrachtet würden und spricht von einem „Notopfer oder Notgroschen, der alle Vereine gleichermaßen trifft“.

Bisher sei schon die Leistungssportförderung gänzlich gestrichen worden, die Kürzung bei Investitionszuschüssen liege bei 50 Prozent, auch die Übungsleiterpauschalen wurden gekürzt. „Wir wollen hier nicht weiter sparen oder an den Zuschüssen für die Unterhaltung von vereinseigenen Anlagen“, so Ute Freund.

Der jetzt von der Stadt angebotene Vier-Jahres-Vertrag bringe dem Sport vier Jahre Verhandlungsruhe. Ute Freund hofft, dass der Antrag angenommen wird. Der Vorschlag für den „Sportkonsoli“ sei von den im Ausschuss für Sportentwicklung vertretenen Vereinen selbst gekommen.

 

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