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Boostedt : Sporthallen: Bedarf wird wieder geprüft

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nebenkosten könnten Boostedt stark belasten

Boostedt | Wunsch und Wirklichkeit, Chancen und Risiken: Wie soll die Gemeinde Boostedt die Konversion der Rantzau-Kaserne betreiben? Werden die Bundeswehrsporthallen wirklich benötigt? Der Ausschuss für Konversion und Gemeindeentwicklung beschäftigte sich mit dem Thema auf seiner Sitzung am Montagabend.

Die Gemeinde Boostedt hat sich zwar das Erstzugriffsrecht für die Sportanlagen bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gesichert (der Courier berichtete), doch der wirkliche Bedarf hierfür wurde auf der Sitzung wieder infrage gestellt.

Das Kaufpreisangebot der Bima liegt nun vor: 113 000 Euro für die Halle sowie 363 000 Euro für die Sportplätze. Doch die Krux bei der Übernahme wäre unter anderem, dass die infrastrukturelle Versorgung der Halle mit Strom, Heizung und Wasser nach der Schließung der Kaserne von der Gemeinde finanziert werden müsste.

Eine alleinige Nutzung durch den Sportverein reiche nicht aus, um die notwendigen Investitionen zu rechtfertigen, hieß es im Ausschuss. Und die Schule habe bisher offiziell gar keinen Bedarf angemeldet. Es stelle sich zudem die Frage, ob die Schule wegen des weiten Weges überhaupt in der Lage wäre, die Einrichtungen zu nutzen.

Letztlich einigten sich die Mitglieder darauf, die Verwaltung noch einmal mit einer konkreten Bedarfsermittlung sowie der Feststellung der Investitions- und Nebenkosten zu beauftragen. Gleichzeitig soll die Möglichkeit der Anmietung der Halle über die Bima geprüft werden.

Bei der Konversion des gesamten Geländes steht ein Angebot des Landes zur Debatte: Das Land übernimmt dann die Kosten (rund 100 000 Euro) für eine vorbereitende Untersuchung im Rahmen der Städtebauförderung (der Courier berichtete). Die Tragweite einer solchen Entscheidung wurde den Gemeindevertretern dazu von Sven Plucas, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Boostedt-Rickling, und der neuen Konversionsbeauftragten, Barbara Heinbockel, erläutert.

Eine städtebauliche Entwicklung könnte dabei das gesamte Gemeindegebiet betreffen. Die Alternative eines sogenannten Rahmenplanes könnte dagegen auf das Gelände der Kaserne beschränkt bleiben. „Doch egal, wie Sie entscheiden, die Gemeinde muss sich im Vorfeld darüber Gedanken machen, was sie sich für das Areal vorstellen kann“, sagte Heinbockel. „Aber eine solche Voruntersuchung, die die Gemeinde nach Abschluss nicht weiterverfolgen muss, würde natürlich in jedem Fall wichtige Basisdaten zur Verfügung stellen“, erklärte Plucas. Weiteres zu diesem komplexen Thema sollen die Gemeindevertreter Mitte März in einer interfraktionellen Runde erfahren.

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