Projekt des Kreissportverbandes : Sport erleichtert Integration in Neumünster

Offizielle Übergabe: VHS-Leiterin Stephanie Steiner (links) und KSV-Integrationslotse Roman Wagner (rechts) überreichen Shiva Omidi (roter Pullover) und Soufiane Majdoub die Teilnahmebescheinigung am Projekt „Sprache durch Sport“.
Offizielle Übergabe: VHS-Leiterin Stephanie Steiner (links) und KSV-Integrationslotse Roman Wagner (rechts) überreichen Shiva Omidi (roter Pullover) und Soufiane Majdoub die Teilnahmebescheinigung am Projekt „Sprache durch Sport“.

Das Integrationsprojekt soll weitergehen. Die Stadt Neumünster wünscht sich eine intensivere Zusammenarbeit.

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23. November 2019, 08:00 Uhr

Bei Roman Wagner sind seit September vergangenen Jahres insgesamt 113 Anmeldungen eingegangen. Der Integrationslotse des Kreissportverbandes (KSV) Neumünster hat beim Projekt „Sprache durch Sport“ alle Hände voll zu tun. Das Ziel: Menschen mit Migrationshintergrund durch Vereinssport in die Gesellschaft integrieren und gleichzeitig ihre sprachlichen Kenntnisse fördern.

Man braucht einen Sozialraum, um richtig in die Sprache einzutauchen. Genau das findet man beim Sport vor. Roman Wagner , Integrationslotse
 

Neben dem Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) sind auch die Volkshochschule (VHS) und die Stadt Neumünster als Kooperationspartner mit an Bord. Und die Verantwortlichen wollen das Projekt fortsetzen.

„Wir machen definitiv weiter. Für die zukünftige Finanzierung müssen wir alle entsprechenden Fördermöglichkeiten abklopfen“, sagt KSV-Geschäftsführer Eggert Rohwer. Die Koordinierungsstelle Integration und Teilhabe der Stadt Neumünster wünscht sich hierfür eine intensivere Zusammenarbeit mit dem KSV. Besonders in Sachen Kommunikation gebe es Optimierungsbedarf. „Das entwickelt sich aber alles mit der Zeit noch“, sagt Rohwer.

100 Vereinsmitgliedschaftenn werden gefördert

Aus dem Integrationsfestbetrag, den die Stadt vom Land bekommt, werden derzeit 100 Teilnehmer des Projektes mit Vereinsmitgliedschaften im Wert von 100 Euro gefördert. „Sport ist einfach das beste Mittel, um auf spielerische Art und Weise zueinander zu finden und Vorurteile abzubauen“, meint Manja Yalcin, eine der Koordinatoren der Stadt.

28 Minuten für 10 Kilometer

Shiva Omidi und Soufiane Majdoub stehen exemplarisch für eine gelungene Integration durch den Sport. Beide sind beim SC Gut Heil Neumünster untergekommen. Während sich die gebürtige Irakerin Omidi mit Zumba- und Fitnesskursen fit hält und sich sprachlich weiterentwickelt, überzeugt Majdoub nicht nur durch mittlerweile gutes Deutsch. Der 25-jährige Marokkaner verfügt auch über exzellente läuferische Fähigkeiten. Majdoub braucht für zehn Kilometer gerade einmal 28 Minuten.

„Wir benötigen unbedingt mehr Unterstützung, um das Projekt weiter voranzutreiben“, sagt Wagner. Wer sich in „Sprache durch Sport“ einbringen möchte, möge sich bei Wagner unter Tel. 0176/47334891 melden.

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