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Grossenaspe : Spitzenkonzert mit jungen Preisträgern

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Teilnehmer des Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ bereiteten 100 Besuchern am Sonnabend einen Genuss erster Güte.

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 06:45 Uhr

Grossenaspe | „Das war kein jugendliches Konzert – das war ein Jugendmeisterkonzert.“ Ernst-Ulrich von Kameke, ehemals Professor an der Musikhochschule Hamburg, honorierte mit diesem Lob die in der Katharinenkirche Großenaspe präsentierten Leistungen von zehn jungen musikalischen Künstlern.

Die Teilnehmer des Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ bereiteten 100 Besuchern am Sonnabend einen Genuss erster Güte. „Wir wollen den großartigen Zweitplatzierten des Wettbewerbs ein Forum bieten, sie ermutigen, weiter zu musizieren und nicht zuletzt klassische Musik nach Großenaspe bringen“, erklärte Michael Stenzel vom Arbeitskreis Kultur Großenaspe den Hintergrund der bisher auf zwei Termine angesetzten Veranstaltungsreihe.

Dieses Mal waren junge Schleswig-Holsteiner geladen und spielten Auszüge aus dem Programm, mit dem sie auch im Landeswettbewerb punkteten. Einen fulminanten Auftakt gaben die Brüder Philipp (15) und Daniel (18) Möllgaard aus Flensburg: Statt wie angekündigt am Marimbafon und Vibrafon leisteten sie am Percussion-Center Präzisionsarbeit. An dieser Kombination großer und kleiner Trommeln und Becken standen sich die Brüder gegenüber und spielten rasant ein ursprünglich für ein Trio vorgesehenes Stück, das Daniel umgeschrieben hat.

Ebenfalls großen Applaus bekamen die Fagottspieler Noah Sören Bork (12) und Rasmus Lange (11). Zu seinem ausgefallenen Instrument ist Rasmus sowohl über die Schule als auch über seine Tante gelangt, die ihm einst das Fagott in „Peter und der Wolf“ vorstellte.

Sophia Seidenzahl (20) aus Bad Bramstedt bezauberte mit grazilen Barockklängen ihrer Gitarre und nutzte den Auftritt, um sich auf ihre Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule vorzubereiten. Ebenfalls gut eingespielt und fröhlich präsentierte sich das Querflötentrio Ann-Christine Gutermuth (19), Rebecca Kleinort (17) und Katharina Springub (16). Das Trio erntete reichlich Beifall.

„Zu dritt spielen wir erst seit dem letzten Sommer“ erklärte Rebecca. „Sagenhaft! Die waren alle toll, die Querflöten fand ich auch besonders schön“ stellten Edith Scholz aus Boostedt und Erika Breuer aus Gadeland fest.

Verwundert konnte sich der Laie fragen, weshalb die Sopranistin Ilme Annelie Stahnke (18) aus Bebensee nicht auf dem ersten Platzlandete: Sie sang Kurt Weills „Sieben Todsünden“ – es klang perfekt.

Mit viel Körpereinsatz und ungehemmten Lautmalereien begeisterte Levi Benjamin Petersen (15) aus Neumünster beim Spiel auf der Djembe und beendete das zweistündige Konzert.

Mitorganisator Ernst-Ulrich von Kameke attestierte den Musikern abschließend „therapeutische Begabung“ und hielt ihnen weiterhin zugute, dass sie „konsequent an sich selber und in der Begegnung mit der Kunst arbeiteten.“

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