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Holsteinischer Courier

23. September 2017 | 02:31 Uhr

Weltspieltag : Spielen nach Herzenslust

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

300 Kinder kamen am Sonnabend zum Weltspieltag des Jugendverbands

Neumünster | Einfach nur nach Herzenslust Spielen, ohne Rücksicht auf Herkunft, Alter und Geschlecht – das konnten am Sonnabend Klein und Groß rund um das Haus des Jugendverbands (JVN) an der Boostedter Straße 3.

Der JVN hatte zusammen mit dem Dock 24 von der Kinder- und Jugendeinrichtung der Stadt zum zweiten Mal am Weltspieltag teilgenommen und die Straße zur Spiel-Oase verwandelt. Zwölf Veranstalter, unter ihnen der Kinderschutzbund, die Jugendfeuerwehr Stadtmitte und das Lübecker Spielmobil, luden zur Bewegung und Begegnung unter strahlend blauem Himmel ein. Und rund 300 Kinder amüsierten sich den Tag über ganz prächtig.

„Die Botschaft lautet ganz einfach: Spielen überwindet Grenzen. Sowohl in geographischer, sozialer und sprachlicher Hinsicht. Kinder haben keine Vorurteile“, erklärte Dietrich Mohr, Vorsitzender beim JVN.

Das Motto „Spielen ohne Grenzen“ war auch in den vielen alten Kinderspielen zu entdecken, an denen alle Generationen ihre Freude hatten. Einfache Hüpfspiele wie Himmel und Hölle, das Kugelfangspiel, Stelzenlaufen oder bunte Kreisel drehen lassen – hier zeigten manche Omas und Opas ihren Enkeln, was sie früher gespielt haben.

Das kam richtig gut an bei der Jugend, wie die Brüder Timm (11) und Michel (9) Losenfeld fanden: „Uns haben die Kreisel prima gefallen.“ Mutter Michaela schaute belustigt zu, wie ihre Söhne mit dem Feuerwehrschlauch hantierten, und meinte: „Ich achte beim Spielen auf ein gesundes Maß. Die beiden spielen auch gerne an der Konsole. Das ist auch okay, solange sie dann auch mal draußen toben.“

Svetlana Zimmermann hingegen sieht die aktuelle Spielkultur nicht ganz so positiv: „Draußen spielen kommt zu kurz heute, finde ich. Wir waren früher nur draußen. Auf den Spielplätzen ist heute kaum ein Kind. Außerdem ist die Angst gewachsen, dass den Kindern etwas passiert.“ Ihre Tochter Nicole (7) balancierte geschickt auf einem Seil und meinte: „Am liebsten spiele ich Monopoly und klettere auf Bäume.“

Felix Hoffmann (13), der mit seinem Nachbarn Jan-Philipp Ranke (12) aus Hölzern einen riesigen Turm gebaut hat, hatte für besorgte Eltern eine beruhigende Nachricht: „Neues hat seinen Reiz, das ist bei Erwachsenen doch genauso. Ich spiele total gerne mit der Playstation, aber genau so liebe ich immer noch Lego.“

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