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Straßenprostitution : Sperrbezirk auch für Bönebüttel beantragt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Gemeinde wartet auf eine Antwort der Kommunalaufsicht des Kreises Plön.

von
erstellt am 24.Okt.2013 | 05:30 Uhr

An heute gilt die Sperrbezirksverordnung für die Stadt Neumünster. Landesweit einmalig ist Straßenprostitution im Stadtgebiet – bis auf wenige Ausnahmen – verboten. Diesem Beispiel will nun auch die Gemeinde Bönebüttel folgen. Bürgermeister Udo Runow (SPD) hat bei der Kommunalaufsicht Plön einen Antrag gestellt, dass die gesamte Gemeinde Bönebüttel zum Sperrbezirk wird.

„Ich hoffe nicht, dass ein derartiges Gewerbe in Bönebüttel entsteht“, sagte Udo Runow gestern. Doch vorsorglich hat er in Absprache mit allen Fraktionen bereits einen Antrag bei der Kommunalaufsicht des Kreises Plön gestellt. Damit soll die Straßenprostitution in der Gemeinde Bönebüttel verboten werden. Ein Verbot für das gesamte Gemeindegebiet ist bei Orten bis 50 000 Einwohner möglich. Er zeige nicht mit dem Finger auf die Prostituierten, erklärte Runow. Doch die Gemeinde müsse zum Schutze der Jugend handeln. Auf den Radwegen am Bönebütteler Damm und an der Plöner Chaussee seien von morgens bis abends viele Schüler unterwegs, zum Beispiel zur IGS Brachenfeld. Dort dürfe keine Prostitution betrieben werden. Der Bürgermeister selbst hat sich bereits Vinylhandschuhe angezogen und auf dem Radweg Kondome und Feuchttücher entsorgt. „Es ist nicht meine Aufgabe diese Kampfspuren zu beseitigen, doch als Bürgermeister habe ich die Verantwortung“, sagt Udo Runow. Schließlich könnten von diesen Utensilien auch gesundheitliche Gefahren ausgehen.

Die Bönebütteler warten nun auf die Antwort der Kommunalaufsicht und hoffen, dass die Prostituierten nicht auf Bönebütteler Gebiet ausweichen. Der Parkplatz an der Plöner Chaussee gehört übrigens noch zum Neumünsteraner Sperrbezirk.


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