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Stadtpräsidentin : SPD will für Anna-Katharina Schättiger stimmen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am 31. März wird der Rat über die Nachfolge des verstorbenen Stadtpräsidenten Friedrich-Wilhelm Strohdiek entscheiden

Neumünster | Der Wahl von Anna-Katharina Schättiger zur neuen Stadtpräsidentin steht nichts mehr im Wege: Als zweitgrößte Fraktion im Rat kündigte jetzt die SPD an, die Kandidatur der 62-jährigen CDU-Politikerin für das höchste Amt der Stadt zu unterstützen.

Die SPD hatte am Montagabend über die Nachfolge des des am 12. Februar völlig überraschend verstorbenen Stadtpräsidenten Friedrich-Wilhelm Strohdiek beraten: „Uns hat die schnelle Entscheidung der CDU-Fraktion in so direkter Nähe zur Trauerfeier überrascht,“ erklärte SPD-Fraktionschef Uwe Döring. „Aber wir respektieren die Nominierung von Anna-Katharina Schättiger zur künftigen Stadtpräsidentin und werden sie mitwählen.“

Die Entscheidung sei nicht allen Fraktionsmitgliedern leicht gefallen, unterstrich Döring. Viele Ratsmitglieder hätten die sehr kontroverse und persönlich geführte Diskussion über die Sportförderung in der jüngsten Ratsversammlung noch im Kopf, an der sich Frau Schättiger maßgeblich beteiligt habe, sagte Döring. Die Fraktion sehe ihre Zustimmung zur Wahl daher als Vertrauensvorschuss.

Die Ratsversammlung wählt am 31. März ein neues Stadtoberhaupt. Als stärkste Fraktion hat die CDU das erste Vorschlagsrecht und in der vergangenen Woche Anna-Katharina Schättiger als ihre Kandidatin vorgestellt. Auch FDP, Grüne und BFB  / Piraten haben CDU-Fraktionschef Gerd Kühl zufolge bereits ihre Unterstützung für die CDU-Kandidatin zugesagt. Parlamentarischer Brauch ist es, dass die anderen Fraktionen bei der Wahl des Stadtoberhaupts dem Vorschlag der stärksten Fraktion folgen und keine Gegenkandidaten aufstellen.

Zuletzt hatte es 2008 eine Kampfabstimmung um das höchste Amt der Stadt gegeben. Damals waren nach der Kommunalwahl CDU und SPD gleichstark mit jeweils 15 Sitzen in die Ratsversammlung eingezogen. SPD-Ratsherr Arno Jahner war damals seinem Gegenkandidaten Friedrich-Wilhelm Strohdiek unterlegen.

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erstellt am 04.Mär.2015 | 11:42 Uhr

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