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Jugendplanung : SPD will das Feriendorf verlegen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Standort in Schwimmbadnähe soll dem Erholungsheim für Kinder neue Impulse verleihen. Der Jugendhilfeausschuss setzt auf dei Hilfe vom Lions-Club

Neumünster | In der Diskussion um die Zukunft des Kinderferiendorfs im Stadtwald gibt es eine neue Variante. Die SPD schlägt vor, das komplette Dorf dichter an das Bad am Stadtwald zu verlegen, um es für künftige Nutzungen wieder attraktiver zu machen.

Einen entsprechenden Vorstoß seiner Partei will Ratsherr Bernd Delfs in der Ratssitzung am kommenden Dienstag, 17. November, vorstellen. Als Standort für das neue Dorf bieten sich Delfs zufolge etwa „künftig nicht mehr benötigte Freiflächen“ auf dem FTN- Gelände oder auch den Rasenflächen von Olympia an. Die Nähe zum Schwimmbad und Bushaltestellen sowie die Möglichkeit, das Dorf auch als Übernachtungsquartier bei größeren Sportwettbewerben einzusetzen, könne dem Feriendorf neue Impulse verleihen, glaubt Delfs, der auch Vorsitzender des städtischen Sportausschusses ist. Auch ein Anschluss der Anlage an das Fernwärmenetz der Stadt wäre denkbar, so Delfs.

Der Jugendhilfeausschuss lief am Donnerstagabend in eine etwas andere Richtung und schloss sich der Empfehlung der Stadtverwaltung an. Die sieht vor, das in die Jahre gekommene Ferienlager am Ende des Junglöwweges mit Hilfe privater Sponsoren am bestehenden Standort zu retten. Der Lions-Club Neumünster-Holsten hat sich angeboten, das baufälligste Haus des Ferienlagers mit Hilfe des Ausbesserungswerkes der Bahn und der Firma Guder Strahltechnik zu sanieren – zum Nulltarif für die Stadt (der Courier berichtete). Das wäre immerhin ein Anfang für die seit Jahren immer mal wieder diskutierte, aber bislang aus Kostengründen auch immer wieder verschobene Sanierung des Barackenlagers im Stadtwald.

Auch Delfs begrüßt das private Engagement der bereitstehenden Sponsoren, hält es aber nicht für ausreichend, das Ferienlager zu retten. Die zeitnahe Instandsetzung der übrigen neun Häuser sei nicht in Sicht und könne auch nicht einfach nur der privaten Initiative überlassen bleiben, kritisiert der SPD-Ratsherr den eingeschlagenen Kurs. Darüber hinaus sei ein moderner zeitgemäßer Ausbau der Anlage am bestehenden Standort aufgrund seiner Außenlage baurechtlich schwerer umzusetzen, gibt Delfs zu bedenken.

Vor weiteren Schritten sollte die Stadtverwaltung jetzt prüfen, unter welchen Bedingungen eine Verlegung der Anlage möglich ist, fordert der Ratsherr. „Das muss geprüft werden, wenn erst einmal ein Haus am bestehenden Standort renoviert ist, ist der Zug für einen Umzug abgefahren.“

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erstellt am 14.Nov.2015 | 08:45 Uhr

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