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SPD: Verkauf der Netze treibt den Strompreis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stromkosten sinken, SWN müssen trotzdem erhöhen

Der Streit zwischen SPD und Grünen über die Ursachen der erneuten SWN-Strompreiserhöhungen geht weiter. „Die Stadtwerke haben selbst erklärt, dass der einzige Grund für die erneute Anhebung der Strompreise der drastisch erhöhte Preis für das Leitungsnetz ist. SWN musste deshalb trotz gesunkener Stromkosten die Preise erhöhen“, teilte der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Döring mit.

Die SPD hatte die erneute Preiserhöhung auf den Verkauf des Stromnetzes zurückgeführt. Die Grünen hatten dem vor ein paar Tagen widersprochen (der Courier berichtete).

Das städtische Leitungsnetz wurde 2010 mit den Stimmen der Grünen, der FDP und der CDU gegen den Widerstand der SPD an die SH-Netz GmbH verkauft. Döring: „Wir glauben gern, dass die Grünen-Ratsmitglieder Thomas Krampfer und Michael Schaarschmidt damals die Folgen ihrer Entscheidung nicht voraussehen konnten. Sie hätten aber nur den SPD-Argumenten folgen müssen. Wir haben es damals vorausgesagt.“

Im Jahr 2014 sei die Situation völlig anders gewesen. Die Stadt musste die Konzession neu vergeben, aber eine Direktvergabe an SWN war nicht mehr möglich. Aufgrund der Privatisierung des Netzes musste eine Ausschreibung erfolgen, bei der SH-Netz den Zuschlag erhalten musste. Eine andere Vergabe und ein Rückkauf wären nicht bezahlbar gewesen. Die SPD habe sich aber erfolgreich dafür eingesetzt, dass diese Vergabe auf sieben Jahre beschränkt wurde, so Döring. Kiel und Lübeck haben ihre städtischen Netze behalten, so dass dort die Strompreise gesenkt werden konnten. Neumünsters Stromkunden subventionieren aber über die SH-Netz die Netze im ländlichen Raum mit, so Döring.

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