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AJZ : SPD und Linke unterstützen das Jugendzentrum

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadtverwaltung soll andere Lösungen finden, als Sperrzeiten anzuordnen

In der Debatte um die Lautstärke von Konzerten im Jugendzentrum AJZ haben sich jetzt die ersten Parteien zu Wort gemeldet. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Döring bezeichnet den Nachbarschaftsstreit um Lärmbelästigungen etwa als „völlig unverständlich“ und findet das Vorgehen der Stadtverwaltung unverhältnismäßig.

Die Stadt hat dem selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentrum an der Friedrichstraße eine Sperrzeit für Veranstaltungen nach 22 Uhr angeordnet. Die Macher sehen darin einen „Angriff auf die selbstverwaltete Kulturarbeit“ und drohen mit Klage (der Courier berichtete).

Uwe Döring hat Verständnis. „Das steht in einer Reihe mit Klagedrohungen gegenüber Kindergärten, Spielplätze und Sportanlagen. In der Regel existieren diese Einrichtungen bereits lange, bevor neue Nachbarn hinzuziehen, die sich dann dagegen wenden. Das Einzelinteresse wird über das der Allgemeinheit gestellt“, kritisiert er in einer Pressemitteilung.

Unbestritten ist für Döring die gute Arbeit im AJZ, die dringend benötigt werde. Dazu würden auch Veranstaltungen gehören, die länger als 22 Uhr dauern. „Ich fordere die Stadt auf, wie in der Vergangenheit Problemlösungen auf andere Art als über das Ordnungsrecht und mögliche Gerichtsverfahren zu finden. Wir brauchen die AJZ in Neumünster und müssen sie unterstützen.“

So sieht es auch die Partei Die Linke. „Das ist ein erneuter Versuch, das AJZ dicht zu machen. Die unzähligen früheren Versuche lassen nichts anders erahnen“, teilte Ratsherr Jonny Griese mit. Er hätte sich gewünscht, dass beim „Club 88“ die gleichen Maßstäbe gesetzt worden wären. Auch in Gadeland habe es immer Beschwerden gegeben. „Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?“, fragt Griese.

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