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Bordesholm : SPD-Mann bedroht: „Schild weg oder der Laden brennt“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bordesholms stellvertretender Bürgermeister Ronald Büssow hat Angst und Anzeige bei der Polizei erstattet.

In der Nacht zu Sonnabend haben Unbekannte den Fraktionsvorsitzenden der SPD und ersten stellvertretenden Bürgermeister, Ronald Büssow, bedroht. In seiner „Denkfabrik am See“ an der Holstenstraße wurde das am Fenster hängende Plakat „Refugees Welcome“ beschmiert. „Schild weg oder der Laden brennt“ stand in roter Farbe auf dem Papier, das von außen an die Scheibe geklebt worden ist.

Ronald Büssow, der in dem Gebäude Seminare und Coachings anbietet, fühlt sich bedroht und hat sofort Anzeige bei der Polizei erstattet. „Ich habe mich entschieden, das Plakat abzunehmen. Schließlich ist es nicht mein Laden und die Vermieterin wohnt darüber. Deswegen möchte ich kein Risiko eingehen und nehme die Drohung sehr ernst“, erklärte er nach der Tat.

Aufmerksam gemacht auf die Schmiererei wurde er am Sonnabendmorgen: „Um 9 Uhr klingelte eine wachsame Bürgerin bei mir privat und machte mich auf die Drohung aufmerksam, die am Schaufenster hängen würde. Natürlich bin ich sofort hingefahren.“ Ronald Büssow hat Anzeige erstattet: „Die Polizei war dann vor Ort und hat das Delikt als Nötigung eingestuft und die Anzeige aufgenommen. Zwecks Beweissicherung hat der Polizeibeamte das Blatt dann mitgenommen.“

Diese Androhung von Gewalt ändert aber nichts an der Haltung des Bordesholmers: „Ich kämpfe weiter für unsere Freiheit und für unsere Heimat, in der ich so gerne lebe. Und ich setze mich weiter für die vielen hilflosen Menschen ein, die auf der Flucht sind und unseren Schutz so dringend benötigen.“


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