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Bauplanung : SPD macht Druck bei der Schulsanierung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadt soll Fördermittel über 7 Millionen Euro nutzen.

Neumünster | Ginge es nach der SPD Neumünster, könnte die Stadt bei der Schulsanierung in den kommenden Jahren einen Riesenschritt vorankommen. Die Stadt müsste dazu allerdings die Planungen forcieren und bereitstehende Fördermittel rechtzeitig abrufen, meinte jetzt die SPD-Kreisvorsitzende Kirsten Eickhoff-Weber.

Nach Informationen der Landtagsabgeordneten und des SPD-Arbeitskreises Bildung stehen der Stadt für die kommenden Jahre etwa 7,1 Millionen Euro Fördermittel nach dem Kommunalinvestitionsgesetz für die energetische Sanierung und Optimierung der Infrastruktur von Schulen zur Verfügung. Einzige Bedingung: Die Baumaßnahmen müssen bis spätestens Jahresende 2018 abgenommen und abgerechnet sein, sonst verfallen die Gelder.

Das Bundesprogramm erlaubt Förderungen von bis zu 90 Prozent. Die Kommune könnte also auch mit einem vergleichsweise kleinen Eigenanteil in den vollen Genuss der Förderung kommen. „Das Programm ist überaus attraktiv, auch weil die für Neumünster bereitgestellte Fördersumme außergewöhnlich hoch ist“, sagte gestern der schulpolitische Sprecher der SPD, Bernd Delfs: „Die Stadt sollte das nicht leichtfertig verspielen.“ Der Arbeitskreis Bildung schlägt vor, die in Aussicht gestellten Förderung zu nutzen, um vor allem drei größere, seit langem geplante Vorhaben anzuschieben: den Bau der Drei-Feld-Sporthalle an der Freiherr-vom-Stein- Schule, den Ausbau der Elly-Heuss-Knapp-Schule sowie die Sanierung der Wittorfer Schule.

Vor allem die neue Halle an der Stein-Schule steht seit Jahren auf der Wunschliste der Schulpolitiker. Zwar wurde die Schule vor einigen Jahren in großen Teilen erneuert, aber für den Sportunterricht steht noch immer nur die alte Halle aus den 60er-Jahren zur Verfügung. Der Bau würde sich aus Delfs’ Sicht doppelt lohnen, da auch die ebenfalls nur schlecht versorgte Theodor-Litt-Schule die moderne Halle mit nutzen könnte. Der auf 3,5 Millionen Euro veranschlagte Neubau wäre voraussichtlich allerdings nur zu einem Drittel förderfähig.

Die Knapp-Schule wartet seit Jahren auf grünes Licht für eine Erweiterung ihres Ablegers an der Bachstraße, in dem vor allem die sozialen Fachbereiche untergebracht sind. An der Wittorfer Schule könnten die anstehenden energetischen Fassadensanierungen vorgezogen werden, meint die SPD.

„Alle Maßnahmen stehen über kurz oder lang ohnehin an, da kann niemand was dagegen haben“, meint Delfs. Sollte es Projekte geben, die dringender sind, werde sich die SPD dem aber nicht verschließen, kündigte der Ratsherr an: „Hauptsache, wir gehen es jetzt an!“

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erstellt am 02.Apr.2016 | 08:15 Uhr

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