Landtagswahl 2012 : SPD-Kandidatur: Achterberg tritt gegen Hering an

Gerd M. Achterberg
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Gerd M. Achterberg

Ortsverein Gadeland unterstützt Bewerbung des Anwalts

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15. Juli 2011, 07:32 Uhr

Neumünster | In die Diskussion um die Kandidatur der SPD für die Landtagswahl Anfang Mai 2012 kommt Bewegung. Jetzt steht fest: Andre as Hering, der SPD-Kreis- und Fraktionsvorsitzende in Neumünster, ist nicht der einzige Bewerber. Gerd M. Achterberg, Anwalt aus Gadeland, fordert ihn heraus - sein Ortsverein steht geschlossen hinter ihm.

Von eben dieser Unterstützung seiner Genossen vor Ort hatte Achterberg seine Bewerbung abhängig gemacht, wie er dem Courier erklärte. Die Gadelander SPD-Vorsitzende Alexandra Mallon sieht in der Kandidatur ihres Stellvertreters eine Stärkung der innerparteilichen Strukturen. Immerhin habe Hering vor gut zwei Jahren bei seiner ersten Bewerbung für die Landtagskandidatur nur 58 Prozent Zustimmung erhalten, obwohl er einziger Kandidat war. Jetzt aber hätten die Genossen die Auswahl, und der Sieger könne sich auf eine "demokratische Mehrheit" stützen.

Achterberg nimmt für sich in Anspruch, dass er keinem der beiden rivalisierenden Lager innerhalb der SPD Neumünster angehört. Folglich hat er "wohl die kleinste Lobby in der Partei", wie er einräumt. Achterberg, der auch dem Stadtteilbeirat Gadeland angehört, ist dafür aber überzeugt, dass er über seine Arbeit in Vereinen und Verbänden einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt. Und deshalb rechnet er sich - sollte ihn die Basis zum Kandidaten wählen - auch gute Chancen aus, den Wahlkreis im Duell gegen Torsten Geerdts von der CDU direkt zu gewinnen.

Achterbergs politische Biografie ist bunt. Er gehörte von 1964 bis 1983 der FDP an und kandidierte bereits 1971 für den Landtag. Der Bruch der sozialliberalen Koalition in Bonn brachte ihn wenig später zur SPD, der er jetzt gut 25 Jahre lang angehört und für die er auch in der Ratsversammlung saß. Von 1992 bis 1998 war er Bürgermeister in Bad Oldesloe, 1999 war er einer der drei erfolglosen Gegenbewerber, die Arno Jahner die SPD-Landtagskandidatur streitig machen wollten.

Aufwind für seine politische Arbeit empfindet Achterberg durch das Programm des SPD-Spitzenkandidaten Torsten Albig. Gerade in Sachen Verwaltungsreform, Justiz, Strafvollzug und öffentliches Sparen könne er sich mit seinen Erfahrungen einbringen. Achterberg wörtlich: "Da bin ich sehr einverstanden mit Albigs Äußerungen."

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