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Einkaufscenter : SPD hält neue Arbeitsplätze für Wunschdenken

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Startschuss für die geplante Holsten-Galerie löst einen Parteienstreit aus.

von
erstellt am 10.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Neumünster | Der Startschuss für das Einkaufszentrum „Holsten-Galerie“ auf dem Sagergelände hat einem heftigen Parteien-Streit um die Auswirkungen des Einkaufscenters ausgelöst.

SPD Fraktionschef Uwe Döring wies gestern Vorwürfe der CDU zurück, die SPD behindere die Schaffung von Arbeitsplätzen, weil sie im Rat gegen das ECE gestimmt habe. „Niemand behindert den Bau des ECE-Einkaufszentrums“, stellte Döring gestern klar. „Die SPD war allerdings gegen diesen Bau, da er zu groß ist und am falschen Platz steht. Außerdem haben wir die Sorge, dass die Innenstadt verödet und die Verkehrsprobleme nur schwer lösbar sind“, sagte Döring.

Unbestreitbar entstünden durch das Einkaufszentrum neue Arbeitsplätze, „die aber nicht zusätzlich entstehen werden, da an anderer Stelle gleichzeitig Arbeitsplätze wegfallen“, argumentiert der Fraktionschef.

Döring verweist auf eine Studie des renommierten Pestel-Instituts. Die habe am Beispiel der ECE-Stadtgalerie Hameln festgestellt, dass von den versprochenen 900 Arbeitsplätzen tatsächlich nur 228 Vollzeitstellen entstanden seien, während in der gleichen Zeit in der Innenstadt 298 Vollzeitstellen im Handel abgebaut wurden. In Hameln seien unter dem Strich also 70 Vollzeitstellen entfallen – ein Minus von 24 Prozent. Diese Entwicklung lasse sich auch an allen anderen Standorten nachweisen, in denen Einkaufszentren errichtet wurden, mahnt Döring.

Die „gewaltige Aufwertung der Innenstadt mit 700 weiteren Arbeitsplätzen“, von der die CDU spreche, sei mithin reines Wunschdenken, sagte Döring. Insofern ändere sich durch das ECE leider auch nichts an der hohen Zahl von Wohngeldempfängern, auf die Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth hingewiesen habe. Die Menschen mit geringen Einkommen werden dort keine Arbeitsplätze finden.




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