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Radstation Am Bahnhof : SPD: Fördermittel abrufen!

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Pläne liegen in der Schublade. Landesförderung gibt es nur noch in diesem Jahr

von
erstellt am 04.Apr.2015 | 07:30 Uhr

Neumünster | Das Land hat unter dem Motto Bike & Ride eine Million Euro bereit gestellt, um den Umstieg auf Rad und Bahn zu fördern. „Wir sind hier bereit, innovative Wege zu gehen, haben aber aus Neumünster noch nichts gehört“, sagte jetzt Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele bei einem Ortstermin am Bahnhof.

Mit von der Partie waren Neumünsters SPD-Landstagsabgeordnete Kirsten Eickhoff-Weber, die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Elke Christina Roeder und der stellvertretende SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Axel Westphal. „Neumünster hat eine fertige Planung für eine Radstation am Bahnhof in der Schublade, aber die Anträge dafür werden nicht in Kiel gestellt“, sagte Elke Christina Roeder. Auch bei der Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes verzichte Neumünster als Konsolidierungskommune auf Fördermittel, weil das angeblich zu lange dauern würde. „Dazu fällt mir nichts ein“, sagte Elke Christina Roeder.

2013 habe sich Neumünster das Ziel gegeben, Fahrradstadt zu werden, erinnerte Westphal. Erkennbare Fortschritte habe es nicht gegeben. Die Fördermittel stehen nur 2015 zur Verfügung. „Wenn sie jetzt nicht abgerufen werden, sind sie weg“, sagte die OB-Kandidatin.

Der Kofinanzierungsanteil der Kommune beträgt mindestens 10 Prozent. Für die SPD sind das jedoch gut angelegte Gelder. „Die Hälfte der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Neumünster sind Pendlerarbeitsplätze“, sagte Kirsten Eickhoff-Weber.

Jeder, der nicht mit dem Auto kommt, entlastet den Verkehr, sagte Staatssekretär Nägele und mahnte: „Verkehr muss heute vernetzt mit allen Komponenten wie Rad, Bahn, Bus, Auto gedacht werden.“ Sein Appell an Neumünster lautete: „Zugreifen. Wir freuen uns über jeden Cent Förderung, den wir der Finanzministerin nicht zurückgeben müssen.“ 

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