Bürgergespräch : SPD diskutiert Ideen für den Stadtwald

Das größte Interesse fand die Runde zum Stichwort Sport-Raum.
Das größte Interesse fand die Runde zum Stichwort Sport-Raum.

Themen im Holstenhalle-Restaurant waren die Sportentwicklung, aber auch die Rolle als Naherholungs- und Erlebnisraum

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30. März 2017, 08:15 Uhr

Neumünster | Mit der Einladung zum Bürgergespräch „Sport-, Begegnungs- und Naherholungspark Stadtwald“ trafen der SPD-Ortsverein West und die Jusos offenbar einen Nerv. 30 Teilnehmer diskutierten mit am Dienstag im Holstenhallen-Restaurant.

„Wir haben am Freitag unsere Jahreshauptversammlung, das Thema interessiert natürlich“, sagte Volker Gerecke, 2. Vorsitzender beim MTSV Olympia. Der Traditionsverein war nicht nur stark vertreten, sondern auch Hauptgesprächsstoff in der Arbeitsgruppe zum Stichwort Sport-Raum. „Für uns Jusos ist das ein Herzensthema“, sagte Paul Weber. Die Jusos und der SPD-Ortsverein setzen sich für den Erhalt der Sport- und Erholungsfläche am Forstweg ein und lehnen den diskutierten Verkauf und eine Umwandlung in Bauland ab.

Beim Olympianer Egon Sievers rannte Weber damit offene Türen ein. „Der MTSV Olympia ist der älteste Verein Neumünsters und sollte eine Zukunft haben“, sagte Sievers. Für Olympias Vorsitzenden Heiko Kittelmann steht dagegen fest: „Wir können uns unser Gelände nicht mehr leisten.“ Bernd Delfs wies als Vorsitzender des Sportausschusses auf die vielen Sportstätten rund um den Stadtwald hin. „Eigentlich zu viele, in anderen Stadtteilen fehlen dagegen Sportstätten“, so Delfs.

Seine Überlegung: „Gibt es Möglichkeiten, die Sportflächen mit anderen zu betreiben oder den Sport anderswo zu machen?“ Das ist eine Frage, die auch die Kreissportverbandsvorsitzende Ute Freund umtreibt. Der Sport müsse sich demografischen Herausforderungen stellen. „Die Familie, die bisher den Verein prägt, wird es so nicht mehr geben. Wir werden weniger Kinder und Jugendliche haben, dafür mehr Ältere“, so Ute Freund. Durch den Trend zu mehr Kommerzialisierung und Individualisierung würden auch die Ansprüche an Sportstätten steigen.

Und für die KSV-Vorsitzende ist klar: „Wir haben zu viele Vereine und auch zu viele Sportstätten. Wir können nicht alle Anlagen erhalten.“ Die Zukunft liege in Kooperationen und Fusionen. Freund: „Aber da ist jeder Verein autonom. Wir können nur Ratschläge geben.“

An einem zweiten Tisch wurde der Stadtwald als Naherholungs- und Erlebnisraum beleuchtet. Beides würde durch eine Bebauung des Olympia-Geländes verlieren. „Alle waren sich einig: Das Naherholungsgebiet wird gebraucht“, sagte Kirsten Eickhoff-Weber. Auch Besuchermagnete wie das Bad am Stadtwald und der Tierpark machten sich Gedanken, wie man aus dem Sport-, Begegnungs- und Naherholungspark Stadtwald ein Gesamtpaket machen könne. Kirsten Eickhoff-Weber hatte dazu eine Vision: „Ist der Stadtwald nicht auch mal als Teil einer Landesgartenschau denkbar?“

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