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Erneuter Vorstoss : SPD: Die Stadt soll die Tafel unterstützen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fraktionschef Andresen fordert eine regelmäßige Beteiligung an den Mietkosten

von
erstellt am 01.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | In der Ratssitzung am 18. Juli war die SPD mit ihrem Antrag auf finanzielle Unterstützung der Neumünsteraner Tafel gescheitert (der Courier berichtete). Unter dem Slogan „SPD will ‚Butter bei die Fische‘ für die Tafel“ spricht sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Andresen jetzt erneut für eine regelmäßige, zusätzliche Unterstützung der Tafel durch die Stadt aus.

Solange sich die Situation in Neumünster nicht entscheidend verbessere, ist es angesichts der fast schon unzumutbaren Enge in den Räumen der Tafel nach Andresens Ansicht „höchste Zeit, weitere Lagerkapazitäten zu finden“. Die Verwaltung habe in der jüngsten Ratsversammlung erklärt, dass es erste gemeinsame hoffnungsvolle Gespräche mit einem möglichen Vermieter gegeben habe.

„Dabei sind wohl alle davon ausgegangen, dass die Stadt sich auch finanziell beteiligt, wenn sie sich zu den Verhandlungen mit an den Tisch setzt. Davon kann man nach der neuesten Berichterstattung leider nicht mehr ausgehen“, meinte Andresen.

Angesichts der vom Verwaltungsvorstand der Stadt gerade erst wieder veröffentlichen Mehreinnahmen ziehe das Argument der Haushaltskonsolidierung gar nicht mehr, heißt es von der SPD. Die Sozialdemokraten erwarten daher eine „kurzfristige Zusage der Verwaltungsspitze, dass es zur nächsten Sitzung der Ratsversammlung eine Vorlage zur finanziellen Unterstützung der Neumünsteraner Tafel für die Anmietung gibt. Damit hätte die Tafel die Chance, etwas ruhiger in die Zukunft zu blicken.“

Viele Fragezeichen sieht die SPD bei der auf CDU-Antrag beschlossenen Ausschreibung der bislang von einer Privatfirma genutzten Flächen für Altkleidersammelcontainer. Angesichts der Gleichbehandlung müsse sicherlich dabei auch geprüft werden, ob konsequenterweise nicht auch die Standorte anderer gemeinnütziger Organisationen mit einbezogen werden müssten, etwa die des Deutschen Roten Kreuzes. „Das wäre ein Schlag gegen das Ehrenamt, und deshalb wollten wir ja auch die kommerziellen Altkleidersammler durch unseren Antrag ausschließen“, stellt dazu der SPD-Ratsherr Bernd Delfs fest.

Die Tafel unterstütze derzeit 3500 Menschen in Neumünster und nehme damit eine wichtige Aufgabe wahr. Dabei kämpfe die Tafel, die als gemeinnütziger Verein keine Gewinne machen dürfe, täglich mit vielen kleinen und großen Problemen.

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