zur Navigation springen

SPD: Deutschkursus für jeden neuen Flüchtling

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 27.Jan.2016 | 13:26 Uhr

Die SPD will jedem neuen Flüchtling, der ab Oktober in der Stadt dauerhaft untergebracht werden soll, einen kostenlosen Deutschkursus anbieten. Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion bereits in der kommenden Ratsversammlung am 16. Februar vorstellen.

„Sprache ist der wichtigste Schlüssel zur Integration . Das dafür aufgewendete Geld ist eine gute Investition“, begründet SPD-Fraktionschef Uwe Döring den Vorstoß und warnt davor, entsprechende Versäumnisse aus der Vergangenheit zu wiederholen.

Der Vorschlag der SPD orientiert sich dabei stark am Modell „Deutsch für alle“ in Lübeck. Um die Mammutaufgabe bewältigen zu können, schlägt die SPD vor, bei der VHS eine Koordinierungsstelle aufzubauen, in der die bestehenden oder noch aufzubauenden Kursangebote zusammengefasst und verteilt werden sollen. Dabei soll es auch darum gehen, Ehrenamtliche, die sich bei der Deutschförderung für Flüchtlinge engagieren wollen, als Sprachhelfer vorzubereiten und professionell zu begleiten. Zur Finanzierung sollten aus SPD-Sicht vorrangig Bundes- und Landesmittel herangezogen werden, sollten die nicht reichen, müsse die Stadt die Finanzierungslücke schließen, fordert die SPD.

Die Stadt rechnet derzeit damit, dass sie nach dem neuen Verteilungsschlüssel erstmals im vierten Quartal dieses Jahres (ab Oktober) bis zu 350 Flüchtlinge dezentral aufnehmen muss (der Courier berichtete).

Deutliche Kritik übt die SPD an der von der Stadt geplanten Ausweitung der Verwaltung. Um die vielfältigen Aufgaben der Flüchtlingsunterbringung und Eingliederung bewältigen zu können, hatte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras unlängst die Schaffung von 33 neuen Stellen angekündigt.

„Wir halten das für völlig überflüssig“, kommentiert Uwe Döring. Stattdessen möchte die SPD das zentrale Vermietungsmanagement und die technische Hausbewirtschaftung durch einen Sondervertrag auf die Wobau übertragen. Sie soll im Namen der Stadt zentraler Ansprechpartner auch für andere Wohnungsunternehmen sein und für eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge und eine Durchmischung der Wohngebiete sorgen, schwebt der SPD vor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen