Johanni-Nacht : Spaß, Geselligkeit und kleine Schätze

Den Schatz haben die Kinder unter den Bäumen entdeckt, doch die böse 'Wächterhexe' will ihn nicht hergeben. Da hilft nur lautes Schreien.
Den Schatz haben die Kinder unter den Bäumen entdeckt, doch die böse "Wächterhexe" will ihn nicht hergeben. Da hilft nur lautes Schreien.

Die Karnevalsgesellschaft Wittorf feierte am Mittwochabend seine traditionelle „Johanni-Nacht“. Für die Kinder gab es Süßes aus der Schatzkiste.

Avatar_shz von
26. Juni 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Woran erinnert der Johannistag? A: An des Ende der Spargelsaison, B: an die Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni oder C: an den Tod des Bußpredigers? Na, hätten Sie‘s gewusst?

Die Kinder der Karnevalsgesellschaft Wittorf schon. Während ihrer traditionellen „Johanni-Nacht“ am Mittwochabend hatten die Karnevalisten auch in diesem Jahr wieder eine große Schatzkiste voller Süßigkeiten für ihre jüngsten Vereinsmitglieder auf dem Gelände der Blau-Weißen Burg versteckt. Richtig beantwortete Fragen brachten die Kleinen auf die Fährte. Mit Antwort B waren sie dem ersehnten Schatz einen guten Schritt näher gekommen. Es dauerte keine Viertelstunde, da war die Truhe gefunden, die böse Wächterhexe verjagt und der erste Bonbon gegessen.
„Jugendarbeit wird bei uns groß geschrieben“, erzählte Linus Schildt, Paartänzer und Trainer. Sämtliche Tombolapreise seien Spenden, das Geld aus dem Verkauf der Lose fließe ausschließlich in die Jugendarbeit, berichtete der 19-Jährige.

So viel Engagement zahlt sich aus: 25 Kinder und junge Erwachsene zwischen 3 und 25 Jahren tanzen derzeit in der Jugend- und Juniorengarde der Karnevalsgesellschaft Wittorf. Und selbst bei der Mitgliederzahl der Erwachsenen schlägt die intensive Jugendarbeit positiv zu Buche, wie am Beispiel von Sandra und Markus Warda zu sehen ist.

„Als unser Sohn Joshua vier Jahre alt war, haben wir mit ihm die Faschingsfeier des Vereins, damals noch in Hamanns Gasthof, besucht“, erzählte Markus Warda. „Joshua war so begeistert, dass er unbedingt Karnevalist werden wollte“, erinnerte sich der Familienvater.

Joshuas erste Faschingsfeier liegt inzwischen acht Jahre zurück, er wurde noch im selben Jahr Mitglied der Wittorfer Karnevalisten und hat seine Familie „angesteckt“.

Seit einem Jahr sind Joshuas Eltern offizielle Vereinsmitglieder. Sandra Warda wurde im April sogar zur Vizepräsidentin gewählt. Ähnlich erging es Ingeborg Hütter. Burgfräulein Ingeborg fuhr jahrelang ihre tanzbegeisterte Tochter Swantje zum Training. Vor zehn Jahren beschloss sie, selbst Karnevalistin zu werden und hat es bis heute nicht bereut. „Die Leute im Verein sind sehr nett, die Auftritte machen total viel Spaß und es geht bei uns immer gesellig zu“, sagte Ingeborg Hütter.

Ein Blick über die Festwiese gab ihr Recht. Trotz mäßiger Temperaturen saßen die Besucher in gemütlichen Runden beim Klönschnack zusammen, hockten die Kinder vor dem Johanni-Feuer, um ihre selbstgebastelten Strohhexen zu verbrennen und wurden Leute aus der Nachbarschaft mit einem freundlichen Lächeln willkommen geheißen.




zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen