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Holsteinischer Courier

24. August 2017 | 05:32 Uhr

Lerneffekt : Spaß an Technik und Erziehung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Girls und Boys Day informierten sich gestern Jungen und Mädchen über Berufe

Neumünster | Die Kleinen aus der Buntstifte-Gruppe der Kita Einfeld wollten Felix Burmeister gestern gar nicht mehr gehen lassen. Vier Stunden lang spielte der Zehnjährige von der Alexander-von-Humboldt-Schule mit den Zwei- und Dreijährigen, putzte mit ihnen die Zähne, half beim Frühstück und Mittag und begleitete sie beim Ausflug zur Stadtteilbücherei. Am sogenannten Girls und Boys Day informierte sich der Einfelder über den Beruf des Erziehers.

Das Ziel des einmal im Jahr stattfindenden Aktionstages ist klar. Er soll Mädchen motivieren, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen, und Jungs Einblicke in typische Frauenberufe gewähren. In Deutschland ist die Aktion seit einigen Jahren eine Gemeinschaftsinitiative des Bildungs- und Familienministeriums, der Initiative D21, der Bundesagentur für Arbeit, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und des Bundesverbands der Deutschen Industrie.

Felix hat selbst die Kita Einfeld besucht, ihm gefiel seine Aufgabe gestern sehr. „Ich kann mir vorstellen, später einmal als Erzieher zu arbeiten“ , sagte er nach dem abschließenden gemeinsamen Mittagessen. Als Dank und Anerkennung für seinen Einsatz überreichten Kinderrätin Talea (3) sowie Erzieherin Sonja Janetzky und die sozialpädagogische Assistentin Viola Siefert ihm eine Bescheinigung.

Etwas anders verlief der Tag im Projekthaus an der Wasbeker Straße. Hier hatte Antje Leimbach vom Projekthaus-Team neun Mädchen im Alter zwischen 10 und 13 Jahren zu Gast und machte mit ihnen verschiedene Experimente. So bastelten die Schülerinnen Geldbörsen aus Kunststoff, Reifen aus Postkarten oder sie versuchten, Tischtennisbälle durch Pusten zu balancieren. Die Versuche stammten aus einem sogenannten Girls-Day-Parcours, einem Leitfaden der Koordinationsstelle Girls Day. „Bei der Vorbereitung hat die Bundesagentur für Arbeit tatkräftig mitgeholfen“, erklärte Antje Leimbach.

Laura (13) aus Kleinkummerfeld, Lea (13) aus Gadeland und Sara (11) aus Nortorf hatten ihren Spaß. Dennoch wollten nicht alle Mädchen später einen technischen Beruf ergreifen. „Ich möchte Tierpflegerin werden“, erklärte Laura. Und Janine (13) interessiert sich zum jetzigen Zeitpunkt mehr für ein Studium an der Sport-Hochschule.

 

 

 

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erstellt am 24.Apr.2015 | 06:00 Uhr

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