zur Navigation springen

Geschäftszahlen : Sparkasse Südholstein wieder auf Kurs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

2015 gab es ein deutliches Wachstum im Kundengeschäft

von
erstellt am 01.Jun.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die Sparkasse Südholstein sieht sich nach harten Jahren der Sanierung gut aufgestellt. „Wir haben unsere positive Entwicklung auch 2015 ungebremst fortgesetzt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Andreas Fohrmann gestern bei der Vorstellung des Jahresergebnisses.

Die Südholstein glänzte trotz des schwierigen Umfelds bei Niedrigstzinsen mit guten Geschäftszahlen. Ob bei den Kundeneinlagen, dem gesteigerten Eigenkapital, dem Wertpapiergeschäft oder  den ausgereichten Krediten – bei allen wesentlichen Kennzahlen (siehe Info-Kasten)  legte die Südholstein zu.  Dass die Bilanzsumme leicht sank, liegt an der reduzierten Kreditvergabe an andere  Banken. „Wir haben uns auf das Kundengeschäft konzentriert“, sagte Fohrmann und nannte in diesem Zusammenhang auch die im April gestartete Online-Filiale, die den Kunden ein Banking, aber auch Beratung von zu Hause aus ermögliche.

Größte Treiber im Kreditgeschäft, in dem fast 800 Millionen Euro an neuen Darlehen ausgegeben wurden, waren Fohrmann zufolge das Firmenkundengeschäft und private Baufinanzierungen. Der Zinsüberschuss stieg um eine Million auf 92,6 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss legte um 1,3 Millionen auf 32,2 Millionen Euro zu. Mit weiteren Erträgen verzeichnete die Sparkasse 2015 Einnahmen von gut 126 Millionen Euro und wies nach Abzug der Kosten ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 26,7 Millionen Euro aus. Das sind 6,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr und „eine Steigerung im operativen Ergebnis von 30 Prozent“, sagte Fohrmann. Gut 30 Millionen Euro wandern in die Rücklagen. „Das dürfte die höchste Zuführung seit einem Jahrzehnt sein“, so der Vorstandsvorsitzende.

„Wir erwarten auch für 2016 ein weiter steigendes Ergebnis“, sagte  der Sparkassen-Chef. Er machte zugleich deutlich, dass Strafzinsen für die klassischen  Privat- und Gewerbekunden der Südholstein derzeit kein Thema seien. Auch beim  Filialnetz seien keine Änderungen geplant.  Die Sparkasse überlegt sogar, wieder verstärkt eigene Immobilien zu kaufen. In Neumünster habe man mit dem Kauf der Karstadt-Immobilie eine erste Option gewählt.

Zur Erinnerung: 2009 waren alle  Filialstandorte und die Hauptstelle  verkauft und zurück gemietet worden, als die Südholstein in Schieflage geriet und mit zunächst 100 Millionen Euro und dann 2013 mit weiteren 60 Millionen Euro von anderen Sparkassen und vom Giroverband gerettet werden musste. Den Begriff Sanierung benutzt Fohrmann aber schon nicht mehr. Der „Patient Südholstein“ habe das Krankenhaus längst verlassen und sei auch nicht mehr in der Reha. Etwa 50 Millionen Euro  an Stützungskrediten hat Südholstein bereits getilgt, 2019 seien die stillen Einlagen komplett zurückgezahlt.

Sparkasse Südholstein in Zahlen 2015

Bilanzsumme: 4,763 Milliarden Euro (-4 Prozent).

Betriebsergebnis (vor Bewertung): 26,7 Millionen Euro (+ 32 Prozent). Ergebnis (nach Bewertung): 8 Millionen Euro (+17,6 Prozent).

Zuführung zu den Reserven: 30,1 Millionen Euro (+246 Prozent).

Kundeneinlagen: 3,511 Milliarden Euro (+9,5 Prozent), davon Spareinlagen 1,25 Milliarden Euro (+0,2 Prozent).

Kundenkredite: 3,89 Milliarden Euro (+1,6 Prozent),  davon Neugeschäft 799 Millionen Euro (+18,7 Prozent).

Kernkapitalquote: 13,2 Prozent (2014: 12,5 Prozent).

Gesamtkapitalquote: 15,4 Prozent (2014: 14,7 Prozent).

Mitarbeiter: 1017 (+7), davon 76 Auszubildende.

Filialen: 36.

Immobiliencenter: 7.

Selbstbedienungsstandorte: 23.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen