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Abfallgebühren : Sparen mit kleineren Mülltonnen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadt stellte im Beirat Einfeld neue Gebührenmodelle für die Abfallentsorgung vor. Seefest findet 2014 wieder statt

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Wenn es an ihr Portemonnaie geht, sind die Bürger da. Das zeigte sich am Dienstagabend auf der gut besuchten Stadtteilbeiratssitzung in Einfeld. Ingo Kühl und Andrea Natusch vom Technischen Betriebszentrum (TBZ) sind zurzeit auf Informationstour durch die Stadtteile, um die neuen Gebührensatzungen für die Straßenreinigung, die Abfall- und die Abwasserentsorgung zu erläutern.

Die schlechte Nachricht: Es wird teurer.Vor allem bei der Straßenreinigung und beim Winterdienst sind die Kostensteigerungen mit rund 70 Prozent happig. Die Müllabfuhr schlägt nicht ganz so stark ins Kontor: Hier beträgt das Plus 18 Prozent. Die Abwasseraufbereitung wird durch die neue Schlammfaulanlage im TBZ dagegen deutlich günstiger. Unter dem Strich müssen die Bürger aber mehr zahlen. „Über den großen Daumen gerechnet beträgt die monatliche Mehrbelastung 21 Cent bis 4,60 Euro, im Schnitt sind es 1,20 Euro“, erläuterte Kühl den 70 Zuhörern.

Die neuen Satzungen sollten eigentlich schon zum Jahresbeginn in Kraft treten, wurden jedoch im November nach heftiger Kritik von Haus + Grund und dem Verband Wohneigentum (früher: Siedlerbund) im Rat zurückgezogen. Für Zündstoff sorgten geplante Verschärfungen bei der grünen Tonne (der Courier berichtete).

Die grüne Tonne für Bioabfälle ist eine Pflichttonne, eine Befreiung aber bei einer Eigenkompostierung möglich. „Das bleibt auch so“, konnte Kühl besorgt nachfragende Einfelder wie Christa Timmermann beruhigen. Allerdings sollen die Anforderungen steigen. Für die Kompostierung soll künftig eine Gartenfläche nötig sein, die Behälter müssen gegen Nager geschützt sein. „Mit einem Thermokomposter ist man auf der sicheren Seite“, sagte Kühl.

Hintergrund: Immer noch landet zu viel Bioabfall in der grauen Restmülltonne. Der Anteil beträgt 30 bis 50 Prozent, bei Bürgern ohne grüne Tonne sei es sogar noch mehr. In der Entsorgung ist die Biotonne jedoch nur halb so teuer wie die graue Tonne. „Durch eine bessere Trennung wird es langfristig für alle billiger“, warb Kühl für das neue Modell. Die Stadt stehe mit Partnern wie dem Wegezweckverband Segeberg noch in Diskussionen über mögliche Gebührenmodelle.

Denkbar seien Grundgebühren mit kostenlosen Biotonnen und volumenabhängige Leistungsgebühren für die graue Tonne. Eine Idee ist es, über Einsätze für die bestehenden Tonnen auch kleinere Behälter von 60 statt bisher mindestens 120 Litern anzubieten. Die Satzung ist im Februar Thema im Rat und könnte zum 1. April in Kraft treten.

Eine gute Nachricht hatte Stadtteilvorsteher Sven Radestock in Sachen Seefest. Im vergangenen Jahr war das Stadtteilfest wegen des Risikos unkalkulierbarer Gema-Gebühren abgeblasen worden. Jetzt hat man für Sonnabend, 6. September, eine „kreative Lösung“ gefunden. Gefeiert wird zwischen 12 und 16.30 Uhr in der Dorfbucht – ohne Musik. Die gibt es dann am Abend beim Konzert des TSE-Musikzugs und tags darauf zum Orgel-Jubiläum mit einem Konzert in der Christuskirche.

Unter dem Titel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ stellte Radestock ein spannendes Projekt von Hans-Joachim Genz vor. Der Betreiber der Internet-Seite www.nms-einfeld.de will fünf Klassen der Grund- und Gemeinschaftsschule mit insgesamt 30 Digitalkameras ausstatten. Die Schüler sollen Einfeld mit der Kamera erkunden, die Ergebnisse beim Seefest präsentiert werden.

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