zur Navigation springen

Schleswig-Holstein-Hammer : Spannendes Casting mit dem Musiker-Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

NDR ist wieder auf Talentsuche durch Schleswig-Holstein. Viele wollen einmal auf der großen Bühne stehen

shz.de von
erstellt am 08.Jun.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | Die Welle Nord des Norddeutschen Rundfunks (NDR) sucht erneut den „Schleswig-Holstein-Hammer“ – ein besonderes Musiktalent. Zum Casting in der Stadthalle hatte der NDR am Sonnabend 30 vielversprechende Kandidaten eingeladen. Rund 50 junge Musiker und Bands hatten sich getraut, ihre Bewerbung einzusenden. „Da ein eigener Titel in Text und Musik Voraussetzung ist, um hier mitzumachen, sind wir mit der Resonanz sehr zufrieden“, sagte Daniel Lorenzen vom NDR.

Die Bewerber durften sich bei ihrem Auftritt auf eine professionelle Betreuung verlassen, hatten dafür aber auch guten Anlass für Lampenfieber: Gleich drei Kameraleute und Fotografen wieselten noch vor dem Start der Aufnahme um die Musiker herum, um alle Details einzufangen und ins rechte Licht zu rücken. Der Gesichtsausdruck, die Haltung des Instruments oder auch der richtige Handgriff – alles wurde vorab ausführlich geprobt. Die Aufmerksamkeit der Jury , die aus dem Profi-Musiker Michy Reincke („Taxi nach Paris“) und dem Vorjahressieger-Duo Cindy Sennheiser und Walter Düsenberg alias „Frühstücksbeat“ bestand, galt zunächst der 18 Jahre jungen Helene Nissen aus Hollingstedt (Schleswig-Flensburg), die den Reigen eröffnete – und gleich richtig absahnte: Mit 180 von 200 möglichen Punkten qualifizierte sich die 18-Jährige souverän für d Online-Abstimmung.

„Ich war sehr aufgeregt, weil ich unsicher war, mit welchem Titel ich auftreten soll. Ich habe mich dann für meinen Song ‚All Time Love‘ entschieden. Ich mache Musik, seit ich 14 bin und nutze zum Beispiel Youtube im Internet und jede andere Gelegenheit, um weiterzukommen“, erzählte die junge Frau, die sich selbst auf der Gitarre begleitet.

Während sie noch von NDR-Reporter Philipp Jeß für „Schleswig-Holstein 18Uhr“ interviewt wurde, nahm bereits Helge Keipert aus Reesdorf bei Bordesholm Platz auf der Bühne. Der Lehrer für Mathe, Physik und Informatik an der Hans-Brüggemann-Schule in Bordesholm bot sein Lied „Hard working Man“ dar. Dabei spielt er Gitarre, Mundharmonika und Fußschlagzeug gleichzeitig. „In dem Lied geht es um Männerträume, um eine Frau, die immer für einen da ist“, erzählte er.

Keipert mag die kleine Bühne, weil er dann dicht an seinem Publikum ist. „Aber ich möchte es einmal erleben, auf einer großen Bühne zu spielen“, sagte der 49-Jährige. Die Chance erhält er möglicherweise, wenn die Schleswig-Holsteiner für ihn stimmen, denn auch er hat sich für die nächste Runde qualifiziert.

Die Band nach Helge Keipert, „Friedrich Jr“ kommt aus Flensburg und wird seit Mai vertretungsweise durch den Neumünsteraner Akkordeonisten Arne Gloe komplettiert. Ihr Lied „Lichter“ hatte es insbesondere Michy Reincke angetan. „Ihr seid die erste Band, die auf Deutsch singt“, lobte er. Nur am „lässig norddeutschen Gesicht“ der Jungs müsse man noch arbeiten. „Wenn ihr noch freundlicher dreinblickt, wird euer Auftritt doppelt so geil“, empfahl der Profi.

Das Casting setzte sich bis Sonntagabend fort. Über die Besten kann bis Dienstag, 16. Juni, auf ndr.de/sh abgestimmt werden. Das Finale ist am 23. Juni auf der Kieler Woche zu sehen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen