Slotcar-Rennen : Spannender Kampf um jeden Zentimeter

Ganz konzentriert standen Martin Pachowsky (von links), Holger Heinicke, Rüdiger Krüger und Frank Eggers an den Reglern, um ihre Autos zügig um den Kurs zu fahren.
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Ganz konzentriert standen Martin Pachowsky (von links), Holger Heinicke, Rüdiger Krüger und Frank Eggers an den Reglern, um ihre Autos zügig um den Kurs zu fahren.

29 Slotcar-Begeisterte nahmen im Northland-Racecenter am dritten Lauf um die Norddeutsche Meisterschaft teil.

shz.de von
26. Januar 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Wenn Männer im gesetzteren Alter und einige Jugendliche an ihren Reglern um Hundertstelsekunden kämpfen und jede Kurve mit Kopf und Oberkörper mitfahren, dann sind die Slotcar-Fahrer mit ihren Minis an der Bahn. 29 Teilnehmer starteten am Sonnabend beim dritten Lauf um die Norddeutsche Meisterschaft der DTSW (Deutsche Touren- und Sportwagen).

Auf der 36 Meter langen Holzbahn im Northland-Racecenter am Haart fuhren Auots im Maßstab 1:24, die ab 1975 im professionellen Motorrennsport unterwegs waren, beispielsweise BMW, Jaguar, Porsche oder Aston Martin. Im Reglement ist genau vorgeschrieben, wie die Fahrzeuge beschaffen sein müssen: Karosserie, Spoiler, Fahrwerk und sogar die Fahrerfigur sind genau beschrieben. „Um die Chancengleichheit unter den Fahrern zu sichern, geben wir bei jedem Rennen Motoren aus, die alle gleich sind“, sagte Martin Behrendt, Pressesprecher des Northland-Racecenters, und fügte lächelnd hinzu: „Alles, was nicht erlaubt ist, ist verboten.“

Nach mehreren Qualifizierungsläufen bildete die Rennleitung Gruppen zu je fünf Fahrern für die fünf Fahrspuren. Nach einer festgelegten Zeit unterbrach der Computer die Stromzufuhr, die Mini-Boliden blieben stehen, und Helfer setzten sie am gleichen Platz auf eine andere Spur. Damit fuhr jeder Starter auf allen fünf Fahrspuren. Wer am Ende die weiteste Strecke (die meisten Runden) zurückgelegt hatte, war der Sieger.

Für den Laien sind die Renner, die mit rund 30 Stundenkilometern über die Bahn flitzen, kaum zu verfolgen, aber die Teilnehmer kämpften um jeden Zentimeter. Doch nicht nur das Rennergebnis geht in die Meisterschaft ein, erklärte Behrendt: „Jeder Teilnehmer muss sein Fahrzeug vorstellen. Neben den technischen Voraussetzungen bewertet eine Jury das Modell auf seine Originalität hin – das geht bis zu den Werbeaufklebern.“ Diese Originalität ging mit 30 Prozent in die Wertung ein.

Am Sonnabend waren nach langen, zermürbenden Runden die Besten in vier verschiedenen Kategorien: Klasse 1a: Erster: S. Gellert mit 184,89 Runden, 2. M. Parke mit 182,97 Rd., 3. N. Weickert mit 182,73 Rd.; Klasse 1b: 1: M. Kreim 177,5 Rd., 2. T. Pardubitsky 175,18 Rd., 3. W. Kottsieper 174,55 Rd.; Klasse 2a: 1. S. Gellert 190,18 Rd., 2. M. Kreim 187,49 Rd., 3. F. Penning 185,92 Rd.; Klasse 2b: 1. M. Parke 190,06 Rd., 2. D. Strottmann 188,74 Rd., 3. T. Pardubitsky 186,68 Rd.

In der Gesamtwertung baute Sascha Gellert seine Tabellenführung in der Nord-DTSW vor den punktgleichen Zweitplatzierten Mario Kreim und Matthias Parke aus.

Doch nicht nur die Profis haben Spaß auf der Bahn am Haart: Jeden ersten Sonntag im Monat findet ab 13 Uhr ein „Family-Race-Day“ auf der nebenan befindlichen Carrerabahn statt. Auch Gruppen können sich für bestimmte Veranstaltungen anmelden.

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