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Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 23:08 Uhr

Jugend debattiert : Spannende Wort-Gefechte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

24 Schüler von fünf Schulen lieferten sich Rede-Duelle / Zwei Neumünsteraner sind beim Landesentscheid

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Gestern war der Tag der spannenden Rede-Duelle an der Alexander-von-Humboldt-Schule (AHS): Beim Regionalwettbewerb von „Jugend debattiert“ diskutierten 24 Schüler aus fünf Schulen im Alter von 13 bis 17 Jahren über aktuelle Themen. Am Ende stand fest: Zwei Neumünsteraner Schüler fahren zum Regionalentscheid am 15. März.

Soll es ein Mindestgewicht für Models geben? Sollen Dialekte unterrichtet werden? Mit solchen Themen wurden in zwei Altersklassen die Finalisten ermittelt. Dann ging es ums Ganze: Sollen Eltern gesetzlich verpflichtet sein, die Computerzeit ihrer Kinder zu begrenzen? Luka Schmidt und Nele Kohler (Schule am Burgfeld, Bad Segeberg, Sekundarstufe I) warfen so einiges in den Ring: Lieber draußen spielen als vor dem Computer herumzuhängen, verlorene Lebenszeit und das Kindeswohl an erster Stelle – Marleen Esders und Suzana Milea (Klaus-Groth-Schule) hielten dagegen: Das Internet sei nützlich, man könne vieles dort recherchieren – und Eltern sollten lieber geschult statt verdonnert werden.

Auch das Thema für die Sekundarstufe-II-Finalisten sorgte für spannende Wortgefechte: Soll bei Wahlen auch im Einkaufscenter oder in Supermärkten eine Stimmabgabe möglich sein? Isabel Burrer (17, AHS) und Hannes Häufle (Schule Hohe Geest, HG) waren dafür – mehr Menschen würden erreicht, die Wahlbeteiligung steige, solche Reformen brächten die Politik voran, argumentierte Isabel erfrischend. „Man kann sich besser ausdrücken, seine Meinung besser artikulieren und mit netten Menschen zusammen sein.“ Sören Rodekirch (AHS) und Jonas Schünemann (HG) auf Contra-Positon stellten die erhöhten Kosten, eine nicht repräsentative Klientel in den Märkten und die Seriosität einer Wahlentscheidung als einer „Wahl zwischen Joghurt und Pudding“ (Sören) dagegen.

„Das haben sie toll gemacht, sehr differenziert argumentiert, die Redezeiten ausgeschöpft“, urteilte Lehrer Jan Alsen.

Gewonnen haben (Sek.stufe I) Marleen Esders, Nele Kohler und (Sek.stufe II) Isabel Burrer und Hannes Häufle.

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