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Kulturaustausch in der Stadttöpferei : Spannende Mischung im Atelier

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Eine amerikanische Designerin und ein türkischer Keramik-Künstler leben und arbeiten im Mai als Gastkünstler in der Stadttöpferei.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 07:51 Uhr

Neumünster | Nach dem Italiener Giorgio di Palma wohnen und arbeiten in diesem Monat gleich zwei Gastkünstler im Rahmen des Programms "Artist in Residence" in der Stadttöpferei: die US-Amerrikanerin Mimi McPartlan und Ismet Yüksel aus der Türkei. Eine "spannende Mischung", freute sich die künstlerische Leiterin Danijela Pivasevic-Tenner gestern bei der öffentlichen Begrüßung des Duos. "Mimi McPartlan ist eine Designerin, während sich Ismet Yüksel vor allem als Künstler versteht", erläuterte sie. Diese Konstellation ist in diesem Jahr einmalig. Auch Jörn Magarin, Geschäftsführer der das Programm unterstützenden Sparkassenstiftung Südholstein, hieß die Neuankömmlinge willkommen.

Die 1989 geborene Amerikanerin Mimi McPartlan ist die jüngste Stipendiatin, die in diesem Jahr in der Stadttöpferei wohnen wird. Sie hat im vergangenen Jahr ihren Bachelor am State College of Ceramics in Alfred im US-Bundesstaat New York gemacht. Ihre Arbeiten sind funktional ausgerichtet. In Neumünster will sie sich vor allem mit Getränkebehältern befassen. Bierkrüge und Whisky-Gläser aus Keramik werden unter den Werken sein. "Whisky spielt in der amerikanischen Kultur eine große Rolle, Bier in der deutschen", erläutert sie mit einem Augenzwinkern. Für die 23-Jährige ist es der erste Besuch in Deuschland. Die ersten Eindrücke seien positiv gewesen. Neben Neumünster hat sie bereits Lübeck besucht. Vor allem die historischen Kerne der beiden Städte haben es ihr angetan. "Das ist ein schöner Kontrast zu New York City", sagt sie. In der Millionenmetropole lebt und arbeitet die Designerin.

Für den 32-jährigen Ismet Yüksel ist Deutschland indes kein Neuland. Als Erasmus-Student verbrachte er bereits ein Semester in Höhr-Grenzhausen in Rheinland-Pfalz. Der kleine Ort gilt als Hochburg der Keramik-Szene , wie Yüksel und Danijela Pivasevic-Tenner betonen. Yüksel lebt im Westen der Türkei, in Izmir. 2011 machte er dort seinen Master-Abschluss, seitdem arbeitet er an der Universität. Im selben Jahr wurde seine Arbeit beim Internationalen Keramik-Wettbewerb im italienischen Faenza ausgezeichnet. Bei seiner Arbeit lässt er sich unter anderem von romanischer Architektur beeinflussen. Am Mittwoch, 15. Mai, wird es eine offene Werkstatt mit Workshops geben. Im Atelier lassen sich die beiden dienstags bis freitags zwischen 14 und 16 Uhr und sonnabends von 10 bis 12 Uhr über die Schulter schauen. Ihre Abschlusspräsentation wird im Rahmen der Nacht der Museen am Sonnabend, 25. Mai, stattfinden.Mehr Informationen zu den Terminen unter www.stadttoepferei. de

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