Aktive Schüler : Sozialer Tag: von Gartenarbeit bis Baustelle

Felix Wolf (12, von links), Krister Goldbeck (14), Meggie Fischer (13) und Jenna Schultz (13) arbeiteten gestern im Freibad und verschönerten den Kleinkindbereich.
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Felix Wolf (12, von links), Krister Goldbeck (14), Meggie Fischer (13) und Jenna Schultz (13) arbeiteten gestern im Freibad und verschönerten den Kleinkindbereich.

14 Schulen aus Neumünster wie 2014 wieder dabei / Manche Schüler arbeiteten auch schon an Terminen vorher

shz.de von
10. Juli 2015, 07:00 Uhr

Neumünster | Im Garten Unkraut jäten, Schreibkram erledigen oder auf der Baustelle ackern: Auf vielfältige Art und Weise engagierten sich Schüler aus Neumünster und dem Umland beim gestrigen Sozialen Tag. „14 Schulen waren dabei, genauso viele wie 2014, das ist eine erfreuliche Resonanz. Wegen des Poststreiks fehlen aber noch viele Arbeitsvereinbarungen“, erklärte Anna-Lena Oltersdorf, Sprecherin von „Schüler helfen leben“.

Das zusätzliche Formular mit Angaben zur Ungefährlichkeit der Arbeit, das die Lehrer neuerdings unterschreiben müssen, habe für Anfragen und Verunsicherung gesorgt. 14 Schulen aus Schleswig-Holstein hätten abgesagt, keine davon aus Neumünster. „Aber der Soziale Tag ist Unterricht an einem anderen Ort und damit eine Schulveranstaltung. Damit sind die Schüler über die Schule versichert. Außerdem dürfen sich die Lehrer auf die Angaben der Firmen berufen“, betonte die Sprecherin.

Keine Probleme sieht daher Andrea Wittmann, Leiterin der Personalentwicklung bei Danfoss Power Solutions: „Es ist legitim, die Kinder vor Schaden zu bewahren. Bei uns läuft seit Jahren alles problemlos und es gelten strenge Sicherheitsvorschriften.“ So müssen in der Produktion Sicherheitsschuhe und Schutzbrillen getragen werden. Auch das Ausbesserungswerk der Bahn nimmt schon seit Jahren teil. „Das ist eine schöne Aktion. So lernen Schüler, dass sie etwas tun müssen, um anderen zu helfen“, sagt Personalreferent Jürgen Ciernioch.

Einige Unternehmen kritisierten gestern, dass mehrere Schulen schon vor dem Sozialen Tag ihre Schüler zur Arbeit geschickt hatten. Dadurch seien deutlich weniger Teilnehmer gekommen. Der Soziale Tag werde ad absurdum geführt. Anna-Lena Oltersdorf wies das zurück: „Wir geben den Schulen mehr Flexibilität. Nicht alle können nämlich wegen Prüfungen oder Projekten an dem festgesetzten Datum teilnehmen.“

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