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Neuer Schulleiter : Soziale Verantwortung ist ihm wichtig

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jörg Jesper (44) hat an der Klaus-Groth-Schule die Nachfolge von Reinhard Rahner angetreten. Der Kieler kommt von der Ricarda-Huch-Schule

Neumünster | Seit gut einer Woche ist Jörg Jesper neuer Schulleiter an der Klaus-Groth-Schule. Der 44-Jährige unterrichtet die Fächer Latein und evangelische Religion und war zuvor Oberstufenleiter an der Kieler Ricarda-Huch-Schule.

„Ich bin bis jetzt noch nicht viel aus dem Schulgebäude heraus gekommen“, bekennt Jesper, dass er Neumünster als neuen Wirkungsort erst noch erkunden muss. Immerhin: Die Holstenhallen kennt er schon – durch die Schulmesse am vergangenen Donnerstag. „Diese Veranstaltung ist einzigartig in Schleswig-Holstein und sehr hilfreich zur Orientierung“, sagt Jesper. Die Neumünsteraner gelten als „buntes Völkchen. Das macht die Sache lebendig, und das erlebe ich auch an der Schule“, sagt Jesper.

Bildung habe er aus ganz verschiedenen Perspektiven erlebt. Als Lehrer, Studienleiter, also Referendarausbilder, als Oberstufenleiter und Dozent an der Uni. Diese Erfahrungen haben den Mut wachsen lassen, sich für den Schulleiterposten zu bewerben. „Mein zweiter Impuls ist die soziale Verantwortung“, sagt Jesper. Er habe selbst als Schüler erlebt, was eine humanistische Bildung bedeutet. „Gute Bildung eröffnet Chancen, Bildung hat auch einen eigenen Wert für sich“, so Jesper.

Die zweite für ihn wichtige Komponente des Humanismus ist die Zuwendung zum und Wertschätzung des Menschen. „Das ist mir wichtig, und das verkörpert auch die Klaus-Groth-Schule“, sagt er. „Ich lese diese beiden Seiten des Humanismus modern“, sagt Jesper. Die Schüler seien heute einerseits selbstständiger als früher, auf der anderen Seite oft auch allein gelassen und überfordert. Wegen dieser Ambivalenz ist Jörg Jesper auch ein Verfechter der offenen Ganztagsschule und eines sehr engen Drahtes zu Schülern und Eltern.

Vom eigenen Kollegium fühlt er sich sehr herzlich aufgenommen. Der Vorgänger Reinhard Rahner war eine große Hilfe. „Ich muss mich jetzt erstmal einarbeiten“, sagt Jörg Jesper. Im Schulleiterbüro fehlen dem leidenschaftlichen Theatergänger und Liebhaber von Konzerten und Ausstellungen noch einige Bilder. Wenig verwunderlich für den Lateinlehrer – „Rom als Reiseziel ist meine Traumstadt“, sagt er.

Wer den neuen Chef der Klaus-Groth-Schule noch nicht so gut kennt, sollte aber immer zweimal hinschauen. Jörg Jesper hat einen Zwillingsbruder. Ulf Jesper ist auch Altphilologe und Studienleiter für Latein am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holsteins. „Es kann durchaus passieren, dass wir im Doppel auftreten oder auch miteinander verwechselt werden“, sagt Jörg Jesper. Gestern war die Chance dafür groß, denn Ulf Jesper weilte bei einer Tagung im Kiek In.

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