zur Navigation springen

Sozialdemokraten erinnerten an die Anfänge in Bordesholm

vom

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

BORDESHOLM | Ein Wiedersehen mit Heide Simonis: Auf der Geburtstagsfeier der Bordesholmer Sozialdemokraten zum 100-jährigen Bestehen des Ortsverbandes im Hotel Carstens kam die ehemaligen Ministerpräsidentin an der Seite ihres Ehemannes Udo und dem ehemaligen Landeswirtschaftsminister Hans Wiesen. Sie schrieben im Land sozialdemokratische Geschichte und suchten das Gespräch mit dem amtierenden SPD-Landeschef Dr. Ralf Stegner. Alle drei leben oder lebten in Bordesholm.

Begrüßt wurden die 100 Gäste vom amtierenden Ortsvorsitzenden Heiko Volkers. Er präsentierte mit dem Historiker Uwe Fentsahm aus Brügge einen Redner , der über die problemorientierte Geschichtsstunde der örtlichen Sozialdemokraten bis zur Machtergreifung der Nazis referierte. Die industrielle Revolution im kaiserlichen Deutschland hatte sowohl die soziale als auch die politische Landschaft grundlegend verändert, als Fritz Pingel aus Brügge den Ortsverband aus der Taufe hob. Die Geschichte der Sozialdemokratie in Bordesholm und in den umgebenden Dörfern ist aber schon deutlich älter. Der Holsteinische Courier berichtete bereits am 9. Juni 1903, dass zwei Tage zuvor im Alten Haidkrug, der heutigen Bordesholmer Verwaltungsakademie, der nationale Verein eine Wahlversammlung abgehalten hat. An dieser hatte auch der Reichstagskandidat Carl Legien teilgenommen, um für sich und die Sozialdemokratie zu werben. Er konnte aber nicht ausführlich zu Wort kommen, weil seine Redebeiträge jeweils nach fünf Minuten gestoppt wurden.

Fentsahm sprach von Mobbing gegenüber der SPD, verheimlichte jedoch auch nicht, dass die SPD sich hätte dominanter verhalten können. Besonders nach dem Ersten Weltkrieg während der Weimarer Republik hätten die demokratischen Parteien es seiner Aussage nach versäumt, die mehrheitlichen Kräfte zu bündeln.

Weil die lokale und regionale Geschichte der SPD in und um Bordesholm herum so spannend ist, hatten sich die 86 Mitglieder des Ortsverbandes dazu entschlossen, aus Anlass des anstehenden Jubiläums ein sozialdemokratisches Lesebuch mit dem Titel "Heide, Hans und wir" zu erstellen. Darin kommen Zeitzeugen zu Wort, Forschungsergebnisse werden vorgestellt oder in Erinnerung gerufen. Prominente Mitglieder des Ortsvereins schreiben darin ebenfalls und vieles von dem, woran die SPD entscheidend mitgewirkt hat, wird in Erinnerung gebracht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen