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Vicelinviertel : Sozialarbeiter soll Bildungszentrum beleben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jugendhilfeausschuss berät heute Abend erneut über eine feste Betreuung in der Stadtteilschule Vicelinschule

von
erstellt am 07.Dez.2015 | 17:46 Uhr

Neumünster | Die Stadt will das soziale und kulturelle Leben im Vicelinviertel weiter stützen. Zum Januar soll dazu erstmals dauerhaft ein Sozialarbeiter fest eingestellt werden, der im Bildungszentrum der Vicelinschule neue Initiativen zur Förderung des Quartiers anstoßen und bestehende absichern soll.

Einen entsprechenden Vorstoß will Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth heute im Jugendhilfeausschuss vorstellen. Der neue Mitarbeiter soll vor allem mithelfen, soziale Kooperativen zu unterstützen, die den nachbarschaftlichen Zusammenhalt im Viertel stärken.

Das Bildungszentrum soll möglichst zu einem generationsübergreifenden Bürgertreff ausgebaut werden, der Anwohner aus unterschiedlichen sozialen Schichten anspricht und zur Förderung der Familien beiträgt.

Ein entsprechendes Konzept hatte die Ratsversammlung bereits 2007 mit seiner Entscheidung beschlossen, die Vicelinschule zu einer vom Land geförderten Stadtteilschule auszubauen. Das Vicelinviertel gilt als sozial stark belastet, der Anteil an Hartz-IV-Empfängern und ausländischer Familien ist überproportional hoch.

Das neue Bildungszentrum Vicelinschule wird sowohl von der Schule als Aula und Mensabetrieb als auch als Stadtteiltreff und Bücherei oder als Beratungsstelle für Eltern genutzt. Zahlreiche Initiativen aus dem Stadtteil, vom Malkreis bis zum türkischen Nähkursus, nutzen inzwischen den neuen Treff an der Kieler Straße. 2013 war eine Sozialpädagogin eingestellt worden, die die Aktivitäten im Haus koordinierte. Die Stelle war allerdings auf zwei Jahre befristet.

Die Erfahrungen im laufenden Betrieb hätten jedoch gezeigt, dass die erwünschte vielfältige Nutzung der Stadtteilschule nicht ohne ergänzende, professionelle Unterstützung und Koordinierung geleistet werden könne, heißt es in der Vorlage der Stadt. Die Verwaltung kalkuliert mit rund 36  600 Euro Personalkosten für die neue Betreuerstelle. Hinzu kommen rund 25 000 Euro jährliche Sach- und Personalkosten für die Koordination und Weiterentwicklung der Stadtteilschule. Die Vorlage war in den städtischen Ausschüssen wiederholt zurückgestellt worden.

Der Jugendhilfeausschuss tagt heute, 8. Dezember, ab 18 Uhr in der Familienbildungsstätte im Parkcenter an der Christianstraße. Als weitere Themen stehen die Förderung von Familienzentren und die Vorstellung des Projektes Werkhalle durch den Ausbildungsverbund Neumünster auf der Tagesordnung.

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