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Tschernobyl-Kinder-Kur : Sorgen über die brenzlige Lage in der Ukraine

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eberhardine Seelig von der Teestube David bangt um die Sicherheit der Reha-Kur für die Tschernobyl-Kinder / Insolvenz des Lübecker Flughafens ist ein weiteres Problem

Neumünster | Fast täglich verfolgt Eberhardine Seelig vom Verein „Teestube David – Unsere Hilfe zum Leben nach Tschernobyl“ mit Sorge die brenzlige politische Entwicklung in der Ukraine. „Sollte es heftige kriegerische Auseinandersetzungen geben und die deutsche Botschaft geschlossen werden, könnte unsere jährliche Rehabilitation für die krebskranken Kinder aus der Ukraine gefährdet sein“, sagt sie.

Denn am Freitag, 18. Juli, sollen 25 junge Patienten im Alter von 6 bis 14 Jahren in Neumünster eintreffen, die als Folge der Tschernobyl-Katastrophe an verschiedenen Arten von Krebs, unter anderem Leukämie, leiden. Viel Organisation hat Eberhardine Seelig bereits in die gut dreiwöchige Erholungsmaßnahme gesteckt: Bereits im Februar wurden die Eltern der aus vier ukrainischen Kliniken angemeldeten Kinder aufgefordert, dass sie möglichst schnell Reisepässe für ihre Kinder besorgen sollen. Die medizinischen und pädagogischen Begleiter wurden ausgewählt; alle Visa sind von der Deutschen Botschaft in Kiew jetzt ausgestellt.

Auch in diesem Jahr hat Eberhardine Seelig mit Unterstützung ihres Teams vieles bereits geplant: Zahnarztbesuche, Ausflüge in den Tierpark, auf Erlebnisbauernhöfe und in den Freizeitpark Tolk. Gesucht werden Helfer für Fahrdienste, Küchendienst, Wäsche und die Verwandlung der Fröbelschule in ein Reha-Camp (11.-13.7.) sowie ukrainische und/oder russische Dolmetscher. Ebenso willkommen sind Koffer und Kinderkleidung (Abgabe: 7. bis 17.7., Kreuzkirche, Termin vereinbaren unter Tel. 2 52 44 44).

Noch ein Problem beschäftigt Eberhardine Seelig: Der Flughafen Lübeck, der Insolvenz angemeldet hat, ist normalerweise der Landepunkt für den Flieger aus der Ukraine. „Wenn der ausfällt, müssen die Kinder entweder in Berlin oder Dortmund landen oder müssen nicht von Kiew, sondern von Lwiw aus starten“, sagt sie. Daher versuche sie, entsprechende Bustransporte zu organisieren. „Ich will vermeiden, dass die Kinder nach dem Flug noch bis zu fünf Stunden fahren müssen“, sagt sie.

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erstellt am 03.Mai.2014 | 05:45 Uhr

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