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Holsteinischer Courier

22. November 2017 | 03:04 Uhr

Boostedt : Sorge um die Kita

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach dem CDU-Vorstoß wird befürchtet, dass die notwendige Instandsetzung ausbleibt.

Boostedt | Die von der Boostedter CDU-Fraktion in die Diskussion gebrachte Idee zum Bau einer zweiten Kindertagesstätte (Kita) mit einem weiteren Träger (der Courier berichtete) verunsichert die Eltern, die ihre Sprösslinge zurzeit in der bestehenden Kita untergebracht haben. Insbesondere wird befürchtet, dass die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten in der Einrichtung (der Courier berichtete) bei den Gemeindevertretern ein weiteres Mal aus dem Blick geraten.

„Was passiert mit dem maroden Raum, in dem die Froschgruppe untergebracht ist? Bleibt das jetzt wieder liegen, obwohl die Notwendigkeit der Instandsetzung schon seit mehreren Jahren besteht?“, lautete die Frage der Einrichtungsleiterin Nadja Christophersen auf der Sitzung des Bauausschusses am Montag.

„Das weitere Vorgehen in dieser Sache liegt in der Hand des Ausschusses Jugend, Sport, Senioren und Soziales. Wir können hier nur die baurechtlichen Belange behandeln“, erklärte dazu der Ausschussvorsitzende Jens Kruse (CDU). Bürgermeister Hartmut König (CDU) bestätigte jedoch, dass der betreffende Raum zumindest befestigt werden soll. „Wir werden dafür sorgen, dass es den Kindern über den Winter an nichts fehlt“, versprach er.

In Bezug auf einen möglichen Standort für eine zweite Kita wurde auch die Änderung des Bebauungsplanes für das Gebiet zwischen der Straße Twiete, der Gaststätte Anno und der Friedrichswalder Straße diskutiert. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde dazu letztlich mehrheitlich beschlossen, dass die Fläche für zukünftige gemeindliche Bauten grundsätzlich zur Verfügung stehen soll. Eine Nutzung für Dritte, zum Beispiel für einen gewerblichen Kita-Betreiber, wurde dagegen ausdrücklich ausgeschlossen.

Eine hitzige Auseinandersetzung wurde zudem zur Änderung des Bebauungsplanes für die Erweiterung des Aldi-Marktes an der Neumünsterstraße geführt. Hier setzte sich insbesondere Reinhard Kiske (SPD) dafür ein, in diesem Zusammenhang die Verkehrssituation und den Zulieferweg über die Straße Zum Bauhof/Kreuzung Feldstraße zu überprüfen. Hier sei es für Fußgänger besonders gefährlich. Der Bürgermeister soll dieses Thema nun beim Betreiber noch einmal ansprechen, um hier unter Umständen Abhilfe zu schaffen.

Ohne weiteren Diskussionsbedarf wurden dagegen die notwendigen Änderungen der Flächennutzungspläne und die Aufstellung der Bebauungspläne für die ersten beiden Teilflächen (Konversionsphase I) zur Umnutzung der Rantzau-Kaserne (der Courier berichtete) beschlossen.

Und auch der Übernahme der Panzerstraße und der Von-dem-Borne-Straße von der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) stimmten die Gemeindevertreter zu. Allerdings soll diese erst erfolgen, wenn die Erschließung des Geländes nach den Vorgaben der Gemeinde gesichert ist.  

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