Sonnenwendfeier: Neuer Start im kleinen Kreis

Ein idyllischer Platz für eine Sonnenwendfeier ist die Waldbühne in Trappenkamp. Etwas 200 Besucher feierten dort am Wochenende.
Ein idyllischer Platz für eine Sonnenwendfeier ist die Waldbühne in Trappenkamp. Etwas 200 Besucher feierten dort am Wochenende.

shz.de von
27. Juni 2014, 10:00 Uhr

Auch wenn nur wenig Gäste dabei waren, der Shanty-Chor Neuengörs, DJ-Marco und ein fröhliches Mittsommernachtsfeuer sorgten für einen gelungenen Nachmittag und Abend an der Trappenkamper Waldbühne. 1946 brachten die Vertriebenen aus dem Sudetenland den Brauch der Sonnenwendfeiern in ihre neue Heimat Trappenkamp mit. Vor fast 30 Jahren schlief der schöne Brauch ein, den die Sudentendeutsche Landsmannschaft gepflegt hatte. Sonnabend feierten etwa 200 Besucher wieder die Sonnenwendfeier zum 21. Juni. „Wir freuen uns, gemeinsam mit dem sudetendeutschen Kulturwerk eine so traditionelle Veranstaltung wie die Mittsommernachtsfeier wieder ins Leben rufen zu können“, sagten der stellvertretende Fußballspartenleiter Dirk Hannich-Daniels vom TV Trappenkamp und Marion Baumgartl vom Kulturverein. Die Fußballer hatten bisher ein Osterfeuer veranstaltet. „Das allerdings häufig bei schlechtem Wetter“, erklärte Hannich-Daniels. Das drohte Sonnabend auch über der Waldbühne, bis auf einige kleine Schauer hielt das Wetter jedoch durch. Nur die Fußballweltmeisterschaft sorgte für wenige Gäste. Daran konnten auch ein Infoticker zum Spiel Deutschland-Ghana, leckeres Gegrilltes und flotte Musik zum Feuerschein nichts ändern. Am Abend kamen nur knapp 100 Leute, darunter die treuesten Fußballer, meinte Hannich-Daniels. Aber wie es für Fußballer üblich ist, soll es ein „Rückspiel“ geben und im nächsten Jahr ohne Fußballweltmeisterschaft zur Sonnenwende ein neuer Versuch gestartet werden, die Sonnenwendfeier wieder zu einem Stück Gemeinsamkeit in Trappenkamp zu machen.



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