zur Navigation springen

Jahreswechsel : Sonderschichten gegen Silvestermüll

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Müllwerker bereiten sich auf ihren Großeinsatz zur Jahreswende vor / Das Wetter dürfte die Entsorgung der Feuerwerksreste erleichtern

von
erstellt am 30.Dez.2015 | 18:44 Uhr

Neumünster | Die  erste Silvesterrakete  ist noch nicht gezündet, da haben die Müllwerker  bereits ihre erste Sonderschicht hinter sich, um die Stadt nach der großen Party möglichst schnell wieder auf Vordermann zu bringen. Um   übermütige Party-Gänger möglichst gar nicht erst  auf dumme Gedanken kommen zu lassen, waren   die TBZ-Mitarbeiter auch gestern noch auf Sondertouren durch die Innenstadt unterwegs,  um wilde Müllkippen  abzuräumen oder die Papiercontainer möglichst leer zu fahren.

 Immer wieder kommt es nämlich vor, dass (nicht nur) Jugendliche im Übermut der rauschenden  Nacht versuchen, Papiercontainer oder auch herumliegenden Müll mit Knallern in Brand zu setzen. „Wir versuchen vorzubeugen, so gut es geht“, erklärt  Stephan Waskönig,  Einsatzleiter im TBZ, den Sondereinsatz seiner Mitarbeiter.

Übrigens muss es nicht immer Vorsatz sein, wenn es plötzlich aus der Mülltonne kokelt: „Wer Feuerwerk abbrennt, sollte sich   gut vergewissern, ob die Batterie tatsächlich ausgebrannt ist, bevor er sie  in die Mülltonne verfrachtet“, rät  Abfall-Profi Waskönig.

Auch sonst kann jedermann mithelfen, den Müllwerkern den Großeinsatz gegen die unschönen Hinterlassenschaften der Silvesternacht zu erleichtern. Tonnenweise werden TBZ-Mitarbeiter (in der Innenstadt ab Sonnabend, 2. Januar, in den übrigen Kehrbezirken ab Montag, 4. Januar) wieder die aufgeweichten Reste von  Knallern, Raketen und  auf die Straße verlegten Partys  von Bürgersteigen,  Straßen und Parkwegen zusammenschieben, um sie zum Bauhof an der Niebüller Straße zu karren. Das Problem: Die immer gewaltigeren Feuerwerksbatterien, aber auch die Holzstäbe der klassischen Silvesterraketen, können von den großen Kehrmaschinen nicht verarbeitet werden. Sie müssen  umständlich per Hand aufgesammelt werden.  Das koste Zeit und Personal, so Waskönig. Er ist deshalb dankbar für jede Straßengemeinschaft, die das große Fegen  am Neujahrsmorgen zum nachbarschaftlichen Event macht.  Das funktioniert zumindest in den Außenbereichen auch ganz gut. Aber auch in der Innenstadt, wo mit Abstand am  meisten Silvestermüll anfällt, sind die Partygänger  eigentlich verpflichtet, die auf den Straßen gezündeten Batterien und Abschussrampen  nach der großen Sause  wieder abzuräumen und den Müll nicht einfach der Stadtreinigung zu überlassen.

Immerhin: Der grüne Jahreswechsel spielt den  TBZ-Mitarbeitern in diesem Jahr in die Hände. „Wenn nichts anfrieren oder zuschneien kann, sind wir schneller durch“, sagt Stephan   Waskönig und kündigt an: „Nach 14 Tagen sollte alles wieder aufgeklart sein.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen