Café Jerusalem : Sommerfest auf dem Großflecken

Das Café Jerusalem an der Bahnhofstraße führt meist ein Schattendasein. Beim Sommerfest zum 20-jährigen Bestehen will sich die Begegnungsstätte einer größeren Öffentlichkeit vorstellen.
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Das Café Jerusalem an der Bahnhofstraße führt meist ein Schattendasein. Beim Sommerfest zum 20-jährigen Bestehen will sich die Begegnungsstätte einer größeren Öffentlichkeit vorstellen.

Mit einem Gottesdienst, Musik und Informationen feiert das Café Jerusalem am Sonnabend sein 20-jähriges Bestehen.

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24. Juni 2014, 08:30 Uhr

Neumünster | Das Café Jerusalem feiert am Sonnabend, 28. Juni, sein 20-jähriges Bestehen. Die Neumünsteraner sind eingeladen, von 12 bis 18 Uhr beim Sommerfest auf dem Großflecken mitzufeiern. Dazu wird in Höhe C & A ein Festplatz mit einer Bühne und vier großen und zwei kleineren Zelten aufgebaut.

Eröffnet wird das Jubiläum um 12 Uhr mit einem Festgottesdienst. Predigen wird Dr. Dieter Müller aus Kiel. Der Pastor im Ruhestand begleitet das Café Jerusalem seit seiner Gründung und war 18 Jahre lang Vorsitzender des Trägervereins.

Ab 14 Uhr spielt die Gruppe Bengels aus Bokhorst, um 16 Uhr unterhält das Danfoss-Orchestra aus Dänemark die Sommerfest-Besucher auf der Bühne. Dazwischen gibt ab etwa 14.30 Uhr eine Fisch-Auktion des Kieler Fischhandels und Café-Jerusalem-Sponsors Kruse & Wiese, ab 15.30 Uhr eine alternative Modenschau. Und natürlich informiert das Café Jerusalem über seine Arbeit. Moderiert wird das Sommerfest vom Rundfunk- und Fernsehjournalisten Jens Wellhöner.

Für das leibliche Wohl ist an einer Kaffeetafel und an Grillständen gesorgt. Die Speisen und Getränke werden gegen eine Spende abgegeben. „ Für uns ist das Fest keine Einnahmequelle, sondern die Gelegenheit zu zeigen: Wir sind noch da“, sagt Andreas Böhm, der Leiter des Cafés Jerusalem. Er hofft auf einige Hundert Besucher und rechtfertigt auch den Werbeaufwand für das Sommerfest. Die Mai/Juni-Ausgabe des eigenen Straßenmagazins „Die Jerusalemmer“ ist ganz dem Jubiläum gewidmet und hat mit Glückwünschen, etwa von Ministerpräsident Torsten Albig und den Ministerinnen Anke Spoorendonk und Kristin Alheit, prominente Fürsprecher gefunden. Auch Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras ist mit einem Grußwort vertreten.

Das Programm wurde als zweiseitiges Hochglanz-Prospekt unter anderem im Courier an die Haushalte verteilt. „Wenn die Feier nicht durch die Wirtschaft gesponsert wäre, würden wir sie nicht machen“, sagt Andreas Böhm. Im Alltag verirren sich nur wenige Menschen in das Café Jerusalem an der Bahnhofstraße 44, sagt Böhm, überwiegend seien es Betroffene und Unterstützer der Einrichtung. Das soll beim Sommerfest anders sein. Da wird der Großflecken zur Begegnungsstätte.

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