Neumünster/Bordesholm : So ruhig war es schon lange nicht mehr

Frauentour: Merle Petersen (von rechts), Julia Bruhn mit Finn, Katrin Elsner, Marina Becker und Meike Sperlich radelten aus Nortorf zum Picknick an den Einfelder See – während die Männer arbeiteten oder die Steuererklärung erledigten.
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Frauentour: Merle Petersen (von rechts), Julia Bruhn mit Finn, Katrin Elsner, Marina Becker und Meike Sperlich radelten aus Nortorf zum Picknick an den Einfelder See – während die Männer arbeiteten oder die Steuererklärung erledigten.

Das Wetter sorgte ab Nachmittag für weniger Besucher am Einfelder und Bordesholmer See.

shz.de von
11. Mai 2018, 07:47 Uhr

Neumünster | Wer einen heißen Kopf hatte, bekam am Nachmittag eine kalte Dusche. Der Himmelfahrtstag gestern begann sonnig, gegen 15.30 Uhr zog dann eine Gewitterfront über die Stadt und sorgte dafür, dass es sich an der Schanze und an der Vogelwiese in Bordesholm kurz leerte. Bis dahin hatten dort hunderte Besucher fröhlich und friedlich gefeiert. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften die Lage vom Feuerwehrhaus in Mühbrook im Blick hatte, meldete bis zum Abend nur vereinzelte Zwischenfälle.

So hatten sich am Nachmittag zwei Männer vor Erichs Grill in Einfeld in die Haare bekommen und mit Fäusten aufeinander eingeschlagen. Hier fertigten die Beamten Anzeigen wegen Körperverletzung. An der Vogelwiese in Bordesholm sprang ein junger Mann plötzlich in den Bordesholmer See und weigerte sich, herauszukommen. „Erst als die Feuerwehr alarmiert war, kam er freiwillig raus, wollte zunächst aber seine Personalien nicht nennen. Mutti hat ihn schließlich abgeholt“, so Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Auch die dritte Anzeige betraf die Vogelwiese. Ein Mann zündete dort unerlaubt einen sogenannten „Polen-Böller“. Er muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten.

Ansonsten blieb es ruhig. „Wenn wir nicht auf Mallorca feiern, fahren wir schon seit Jahren mit dem Rad an den Einfelder See“, erklärten Merle Petersen, Julia Bruhn mit Sohn Finn, Katrin Elsner, Marina Becker und Meike Sperlich aus Nortorf. Die Männer ließen die Damen traditionell zuhause. „Die müssen arbeiten oder machen die Steuererklärung.“

Ebenfalls eine kleine Tradition zelebrierten die „Schrauber-Jungs“ vom Stoverweg. Bereits zum dritten Mal hatten es sich die Motorradfahrer kurz vorm a&b-Center unter einem Pavillon mit Sofa, Stühlen und Grill gemütlich gemacht. „Ihr hupt, wir trinken“ hatte die Gruppe auf ein Pappschild gemalt – und viele Autofahrer gingen darauf ein. „Wir haben unsere kleine Werkstatt hier und feiern gern“, sagte Marvin (20).

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