zur Navigation springen

Bauprojekt in Neumünster : Slevogtstraße 31 wird zum Zankapfel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Abriss des ehemaligen Jugendfreizeitheims hat begonnen / Sitzung des Stadtteilbeirats heizt Streit in der SPD an

Neumünster | Die Räume sind so gut wie leer, am Montag soll die Abrissbirne kommen. Die Tage des ehemaligen Jugendfreizeitheimes Ruthenberg an der Slevogtstraße 31 sind gezählt. Doch der politische Streit über die Nachnutzung geht in eine neue Runde und wurde auf der Sitzung des Stadtteilbeirates Brachenfeld-Ruthenberg am Mittwochabend im Haus Berlin noch einmal befeuert. Das Gremium sprach sich erneut einstimmig dafür aus, an der Stelle seniorengerechte Wohnungen zu bauen.

Damit stellen sich Holger Hammerich, Bernd Grothkopp und vor allem Stadtteilvorsteher Uwe Holtz weiter klar gegen die Parteilinie. Die sieht dort ein Bürger-Begegnungszentrum vor.

„Die SPD hat sich früher nie für das Gelände interessiert und verrennt sich nun in eine fixe Idee“, giftete Holtz. Ihm war bereits der Stopp des Aufstellungsbeschlusses zur Änderung des Bebauungsplanes durch ein Patt im Planungs- und Umweltausschuss im September ein Dorn im Auge (der Courier berichtete). Er legte gestern nach: „Wenn sich meine Fraktion weiter so verhält, muss sie sich nicht wundern, wenn sie in Brachenfeld-Ruthenberg bei der Kommunalwahl verliert.“

SPD-Fraktionschef Volker Andresen stellte gestern klar, die Sozialdemokraten wollten Flächen für die Allgemeinheit erhalten und nicht bebauen. „Schon gar nicht mit seniorengerechten Wohnungen. Davon brauchen wir nach der Eröffnung des ‚Wir-Quartiers‘ im Stadtteil keine neuen“, sagte er.

Ein Bürgerzentrum im ehemaligen Edeka-Geschäft am Ruthenberger Markt, wie von Holtz vorgeschlagen, sei nicht geeignet. „Es gibt in jeder Partei Andersdenkende. Das halten wir aus“, sagte Andresen, der das Thema am Abend auch auf dem Kreisparteitag in den Holstenhallen ansprechen wollte (der Courier berichtet morgen).

Auf Antrag von Gerd Kühl (CDU) beschloss der Beirat, die Verwaltung solle für die Ruthenberger Wiese einen Plan für „eine attraktive Grünfläche für Jung und Alt“ entwickeln. Dabei sollten die Ergebnisse der Jugendbeteiligung und der Beschluss des Stadtteilbeirates aus dem Jahr 2015 mit einfließen. Holger Hammerich enthielt sich.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen