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Großer Preis von Neumünster : Siegesserie von Isabell Werth stellt GP-Gewinner Rüping in den Schatten

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Die Dominanz beeindruckt: Bei bisher jedem Weltcup-Start in dieser Saison reitet Isabell Werth auf Platz eins.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Neumünster | Isabell Werth stellte alle in den Schatten. Die beeindruckende Serie der Dressurkönigin mit dem vierten Weltcup-Sieg beim vierten Start überstrahlte beim Reitturnier in Neumünster auch den Sieg des Springreiters Philip Rüping im Großen Preis - 32 Jahre nach seinem Vater Michael.

„Da gibt es nichts zu meckern“, sagte die strahlende Seriensiegerin keck und lobte ihr Pferd Don Johnson. „Er war heute fantastisch.“ Die sechsmalige Dressur-Olympiasiegerin aus Rheinberg dominierte wie zuvor bei den Weltcup-Turnieren in Stuttgart, Lyon und Amsterdam und siegte am Sonntag in der Kür mit deutlichem Vorsprung. Die 47-Jährige setzte sich im Sattel ihres Drittpferdes vor Helen Langehanenberg aus Billerbeck mit Damsey durch und baute bei der drittletzten von neun Stationen den Vorsprung in der Westeuropa-Liga aus.

Mit 80 Punkten liegt Werth weit vor der Australierin Kristy Oatley (55) und dem Briten Carl Hester (54). Mit 82,455 Prozentpunkten lag Werth im Sattel ihres 15 Jahre alten Wallachs vor Langehanenberg mit 79,150 Punkten. Dritte wurde die Niederländerin Madeleine Witte-Vrees mit Cennin (77,765). Längst hat sich Werth für das Final-Turnier Ende März in Omaha qualifiziert.

Werth begeisterte die 2800 Zuschauer in der Holstenhalle - und das Publikum in der engen Arena begeisterte die Reiterin. „Die Atmosphäre hier ist wirklich super, das Publikum trägt einen“, schwärmte die Reiterin nach ihrem insgesamt achten Weltcup-Sieg in Neumünster seit 1998.

Gefeiert wurde vom Publikum auch Langehanenberg. Für die dreimalige Neumünster-Siegerin war es ein Comeback in der kleinen Halle nach drei Jahren. Nachdem die Team-Weltmeisterin das Pferd Damon Hill nicht mehr reiten durfte, hatte sie eine kleine Zwangspause und schwärmte nun: „Ich bin dankbar, wieder zurück zu sein.“ Damsey reitet sie erst seit einem knappen Jahr und feierte mit Platz zwei die bisher beste Platzierung im Sattel des Hengstes.

Bei den Springreitern setzte sich Philip Rüping durch, dessen Vater Michael Rüping 1984 und 1985 gewonnen hatte. „Das ist das Größte, was mir bisher passiert ist“, schwärmte der 32 Jahre alte Sieger, der sich im Sattel von Clinta klar durchsetzte. Der im niedersächsischen Mühlen bei Turnier-Chef Paul Schockemöhle arbeitende Schleswig-Holsteiner war mit seiner Stute schneller als Christian Kukuk aus Riesenbeck mit Cordess. Dritter wurde der ebenfalls fehlerfreie Marco Kutscher aus Bad Essen mit Quadros. „Ich bin das beste Pferd geritten, das es hier gibt auf dem Turnier“, sagte der Sieger und lobte das zehnjährige Pferd. „Ich musste nur rüber reiten, den Rest hat sie gemacht.“

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