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Boostedt-Rickling : Sie engagiert sich für Frauen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ingrid Timm ist die neue Gleichstellungsbeauftragte im Amt Boostedt-Rickling.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2015 | 17:04 Uhr

Boostedt | Nach der Empfehlung aus dem Personal- und Finanzausschuss bestellte der Amtsausschuss auf seiner Sitzung Ingrid Timm (61) zur neuen Gleichstellungsbeauftragten des Amtes Boostedt-Rickling. Damit tritt die Ricklingerin nun ab dem 1. Januar die Nachfolge von Andrea Wagner-Schöttke (SPD, Rickling) an, die das Amt im Mai niedergelegt hatte.

Ingrid Timm war 1970 die erste Diakonin in Schleswig-Holstein. Seit 16 Jahren arbeitet sie beim Landesverein für Innere Mission in der Seelsorge. „Mein Mann Günter, der als Gemeindevertreter und Amtsvorsteher lange Zeit in der Kommunalpolitik tätig war, hat mein Interesse am politischen Engagement geweckt. Und da mein Fokus immer schon auch auf dem Thema Gleichberechtigung lag, hat mich die Stelle angesprochen“, erklärte die 61-Jährige. „Eine Erhöhung der Frauenbeteiligung in der Politik wäre wünschenswert und eines meiner Ziele. Aber zunächst möchte ich jetzt jede Gemeinde kennen lernen und mich im Amtsgebiet verorten“, sagte Ingrid Timm weiter.

Als mehrheitlicher Beschluss aus dem Fachausschuss übernommen wurde im Amtsausschuss, dass die Leistungen der Verwaltung für die Volkshochschule Boostedt ab 2016 nicht mehr über den allgemeinen Amtshaushalt, sondern aus der Boostedter Gemeindekasse bezahlt werden (der Courier berichtete). Ab 2017 soll dann auch eine gemeindliche Zuordnung der Kosten für das Schwimmbad in Rickling sowie für die Bauhöfe und Schulen erfolgen.

Ein Posten im Haushalt 2016 sind die Kosten in Höhe von 470 000 Euro für den geplanten Ausbau der Amtsverwaltung (der Courier berichtete). Von Boostedter Mitgliedern des Ausschusses wurde dieser Posten infrage gestellt. „Das Verfahren zum Anbau ist noch völlig offen. Die Kosten wurden aufgrund der ersten Vorwürfe errechnet und stehen somit als rein fiktiver Wert im Haushalt“, erklärte dazu der Leitende Verwaltungsbeamte Sven Plucas. Beschlossen wurde der Haushalt schließlich einstimmig.

Intensiv befassen muss sich das Amt mit der Beschaffung von weiterem Wohnraum für Asylbewerber. Denn es sei sicher, dass die Ausnahmeregelung für Kreise und kreisfreie Städte in denen Erstaufnahmestellen bestehen, gekippt werde (der Courier berichtete). „Wir gehen davon aus, dass wir ab Herbst 2016 Flüchtlinge aufnehmen müssen. Dann reicht der angemietete Wohnraum nicht mehr aus“, erklärte Sven Plucas. Verhandlungen gebe es bereits mit der Gemeinde Rickling (der Courier berichtete). Gedanken mache man sich auch in Kleinkummerfeld. „Alles in allem wären wir dann soweit es möglich ist gewappnet. Aber wie es letztlich kommt, weiß natürlich keiner. Deshalb sollten sich alle Amtsgemeinden intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen“, gab er den Ausschussmitgliedern mit auf den Weg.  


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