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Nahverkehr : SH-Ticket nimmt Fahrt auf: Reise-Infos in Echtzeit kommen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadtwerke und ihr Verbund-Partner wollen ihre Zusammenarbeit noch stärker ins öffentliche Bewusstsein rufen.

von
erstellt am 09.Dez.2015 | 18:28 Uhr

Neumünster | Jana Übermorgen (14) aus Gadeland will ihre Oma in Kiel besuchen. An der Segeberger Straße steigt sie in den SWN-Bus, löst ihr Ticket, das sie bis zu ihrer Oma in der Jahnstraße in Kiel begleiten wird, und zückt dann ihr Smartphone: Au weia, ihr Zug, der sie am Bahnhof aufnehmen soll, hat fünf Minuten Verspätung! Zum Glück wird der Stadtbus, der sie in Kiel zu Oma bringen soll, auf sie warten. Jana muss ihre Oma nicht vertrösten: Aller Wahrscheinlichkeit wird sie pünktlich ankommen . . .

Noch sind solche Szenarien Zukunftsmusik, aber sie rücken näher. Voraussichtlich bereits im Laufe des kommenden Jahres werden sich auch die Stadtwerke Neumünster am Echtzeit-Anzeige-System ihres Verbundpartners, der Nah SH , beteiligen: Kunden der SWN-Stadtbusse können dann in Echtzeit auf ihrem Smartphone verfolgen, ob sie ihren Anschlussbus oder -zug noch erreichen oder die nächste Fahrgelegenheit abwarten müssen. Nordbahn, DB, Autokraft und die Stadtbusverkehre in Kiel und Lübeck sind dem System bereits angeschlossen, 2016 soll auch Neumünster „zusteigen“.

Das kündigten SWN-Verkehrsleiterin und Nah-SH-Sprecher Dennis Fiedel gestern auf dem Bus-Betriebshof an der Rendsburger Straße an. Anlass des Treffens: Die 35 SWN-Linienbusse werden derzeit mit dem Logo der Nah SH nachgerüstet, um damit die enge Verzahnung der Stadtwerke mit ihren Verbundpartner zu dokumentieren. Bereits seit 2005 können Reisende bei ihrem Busfahrer Fahrkarten zu jedem Bushalt oder jeder Bahnstation in Schleswig-Holstein lösen. Das werde immer stärker genutzt und gehöre inzwischen zum Alltagsgeschäft der Busfahrer, dennoch wolle man das noch mehr ins Bewusstsein rufen , erklärte SWN-Verkehrsleiterin Sonja Kessal. Vielleicht verstünden die Menschen dann auch leichter, dass nicht jede Tarifanpassung mit den SWN zu tun haben müsse, so Sonja Kessal.

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