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„On Air“ in der Werkhalle : Sextett erfüllte die hohen Erwartungen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Berliner Gruppe „On Air“ überzeugte mit tollen Arrangements und einem vielfältigen Repertoire.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2015 | 07:30 Uhr

Neumünster | „A Cappella am Werk“ gehört zu den beliebtesten Veranstaltungen-Reihen im Rahmen des Kunstfleckens. Am Freitagabend gastierte das Berliner A-Capella-Sextett „On Air“ auf der Bühne in der Werkhalle.

Die Messlatte liegt seit den Auftritten der unterschiedlichsten A-cappella-Bands in den vergangenen Jahren enorm hoch. Entsprechend groß waren auch die Erwartungen des Publikums im ausverkauften Museumsdepot. Mit „On Air“ verpflichtete Johanna Göb, Leiterin des Kunstfleckens, aber nicht irgendwen. „Sie kamen aus dem Nichts und starteten durch. Erst vor zwei Jahren hatten sie ihren ersten öffentlichen Auftritt“, erzählte Göb. Bei Vocal-Wettbewerben in Aarhus und Graz räumten sie Bestpreise in ihrem Genre ab und gaben bereits Konzerte in Taipeh und Chicago. Und jetzt auch in Neumünster.

„Endlich sind wir mal im Norden“, sagte Stefan Flügel bei der Begrüßung. Er wollte aber „nich‘ lang‘ schnacken“, sondern legte mit seinen Bandkollegen Marta Helmin, Jennifer Kothe, Patrick Oliver, Kristofer Benn und André Bachmann sofort los.

Bekannte Lieder präsentieren sie eigens arrangiert in neuem Gewand. So begann das Konzert mit „Beautiful Day“ von der Band U2. Alles selbstredend a cappella, das heißt, die Band verzichtete gänzlich auf Instrumentenunterstützung und setzte voll und ganz auf ihre klaren und kraftvollen Stimmen. „On Air“ war von Beginn an großartig und überzeugte mit einem vielfältigen, genreübergreifenden Repertoire. So folgten tolle Arrangements, unter anderem von Alanis Morissettes „Ironic“ oder auch von „Get Lucky“ von Daft Punk. Einmal bedienten sie sich auch bei ihren Kollegen und boten das Lied „Bumble Bee“ dar, arrangiert von dem schwedischen Vokal-Ensemble „The Road Group“. Wie vielseitig „On Air“ ist, zeigten sie spätestens mit ihrer Umsetzung von „Killing In The Name Of“, dem brachialen Werk der Band „Rage Against The Machine“. Das war genial. Das Berliner Vokal-Ensemble machte seinem guten Ruf auch in der Schwalestadt alle Ehre.

Der Kunstflecken schreitet derweil weiter voran. Am Mittwoch gastiert die Welle Nord des Norddeutschen Rundfunks mit der siebten Auflage von „Platt live!“, dem Plattdeutschen Musikfest, in der Werkhalle.

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